Start ETFs im Fokus In China brodelt es

In China brodelt es

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Der Wachstumsmotor China läuft nicht ständig rund. Wir stellen eine interessante Investment-Idee auf der Short-Seite vor.

Krisen-Nachrichten haben derzeit Hochkonjunktur. Ob aus Ägypten, den Südländern Europas oder gar China – die Nervosität an den Märkten ist groß. Kürzlich wurden Spekulationen rund um eine Kreditklemme in China laut. Die Berichterstattung macht die Machthaber im Reich der Mitte offenbar so nervös, dass Peking kurzerhand jegliche Medienberichte über eine Kreditklemme verboten hat. Stattdessen sollen Medien wohlwollend über die Liquiditätssituation in China berichten, schreibt die Financial Times.

Schattenbanken sind eine Gefahr

Hintergrund des Drucks gegenüber chinesischen Medien ist der Interbankenzinssatz, der Ende Juni auf Rekordwerte geschnellt war. Zeitweise kostete kurzfristiges Kapital gar 11,2 Prozent. Normal sind Werte zwischen zwei und drei Prozent. Inzwischen hat sich der Interbankenzinssatz zwar wieder beruhigt und es wurden zugleich Gerüchte laut, wonach die chinesische Zentralbank den Interbankensatz kurzfristig bewusst nach oben getrieben habe, um hemmungslosen Spekulanten einen Dämpfer zu verpassen.

Tatsächlich gibt es in China zahlreiche schlecht regulierte Finanzvehikel und Schattenbanken, die sich an Spekulationen, vor allem am Immobilienmarkt, beteiligen. Bereits seit Jahren wird an den Märkten darüber spekuliert, dass diese Investitionsblase einmal platzen könnte. Davon betroffen wären neben chinesischen Immobilien sicherlich auch Chinas Aktienmärkte.

Viele Finanzdienstleister im Hang Seng Index

Anleger, die an ein Negativ-Szenario für China glauben, können in den db x-trackers HSI Short Daily UCITS ETF (WKN: DBX0C4) investieren. Der ETF bildet die umgekehrte tägliche Entwicklung des Hang Seng Index in Hongkong ab. Größte Positionen im Index sind HSBC Holdings (15,35%), China Construction Bank (7,53%) und China Mobile (7,03%). Die gewichtigste Branche im Index sind Finanzdienstleister (58,96%). Der ETF erwirtschaftete im laufenden Jahr eine Null-Rendite, zog zuletzt aber an. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,75%.

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