Ein drohender Handelsstreit mit den USA könnte China und vor allem kleinere Volkswirtschaften in Südostasien indirekt hart treffen. Robust dürfte sich dagegen Indien mit seinem riesigen Binnenmarkt zeigen.
Im Handelsstreit können sich die Inder entspannt zurücklehnen.

Während die ganze Welt von einem drohenden Handelskrieg zwischen den USA und China spricht, gehen die Experten der Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investments analytisch vor und beleuchten die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge. Während es durchaus Volkswirtschaften gibt, die stark in die Lieferkette, beispielsweise bei Mobiltelefonen, eingebunden seien und es daher dort in Folge eines Handelskrieges zu Rückschlägen kommen könne, bleibt die Fondsgesellschaft bei Ländern mit einem starken Binnenmarkt zuversichtlich. Franklin Templeton sieht in einem aktuellen Marktkommentar Indien als chancenreich. „Aus unserer Sicht besteht durchaus Spielraum für eine Aufwertung der Aktien des Landes, während die negativen Auswirkungen der jüngsten staatlichen Reformen allmählich abklingen. Darüber hinaus könnte die wachsende Mittelschicht Indiens eine starke Belebung des Konsums auslösen“, schreibt Sukumar Rajah, Senior Managing Director und Direktor für Portfolio-Management bei Franklin Templeton Emerging Markets Equity und betont, dass schon heute 60 Prozent der indischen Wirtschaftsleistung auf den Konsum entfallen.

Indischer Aktienmarkt günstiger bewertet als zum Jahreswechsel

„Mit einer so starken inländischen Orientierung könnte die indische Wirtschaft daher externen Faktoren gegenüber weniger anfällig sein – insbesondere, wenn sich der Handelsstreit hinzieht“, erläutert Rajah. Bereits zum Jahreswechsel hatten sich viele Kommentatoren positiv über Indien geäußert. Vor allem die angestoßenen Reformen würden inzwischen Früchte zeigen, so zahlreiche Marktbeobachter unisono. Der Kurseinbruch von Februar ist allerdings auch an indischen Aktien nicht spurlos vorüber gegangen. Nach einem mehrwöchigen Abverkauf erholt sich der MSCI India allerdings wieder.

Indien-ETF mit Dynamik

Während langfristig orientierte Investoren mit einem guten Schwellenland-Fonds – beispielsweise aus dem Hause Franklin Templeton Investments – gut beraten sind, können kurzfristig ausgerichtete Investoren auch auf ETFs setzen. Der LYXOR MSCI INDIA UCITS ETF (WKN: LYX0BA) büßte zwar im laufenden Jahr 6,2 Prozent ein, konnte aber auch Sicht von einem Monat bereits wieder um 3,3 Prozent steigen. Aktuell sind etwas mehr als eine Milliarde Euro investiert. Der Index bildet 74 indische Aktientitel mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung ab und fügt sich nahtlos ins Index-Universum von MSCI ein. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,85 Prozent.

LYXOR MSCI INDIA UCITS ETF

WKN: LYX0BA ISIN: FR0010361683
Kurs

15,59 €

Kosten (TER) 0,85 %
Fondsvolumen 939,46 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +1,93 %
Lfd. Jahr -6,62 %
Mehr Infos zum: LYXOR MSCI INDIA UCITS ETF
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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.