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Im Vergleich mit anderen großen Schwellenländern steht Indien nicht gut da. Langfristig könnte sich das jedoch ändern, wenn dringend erforderliche Reformen umgesetzt werden.

Im Mai 2014 wird in Indien eine neue Regierung gewählt. Und bis dahin dürfte sich an den Problemen des Landes nichts ändern. Denn Indiens derzeitige Regierung unter der Führung von Premierminister Manmohan Singh setzt Maßnahmen um, die zwar bei der Bevölkerung gut ankommen, aber das Haushaltsdefizit sowie die Inflation nach oben treiben. Im August betrug die Teuerungsrate in Indien übrigens 10,7 Prozent. Dieses Niveau ist viel zu hoch – das weiß auch Raghuram Rajan. Er war früher Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds und führt inzwischen die indische Notenbank. Nun steht er vor der Herausforderung, einerseits die Wirtschaft Indiens zu stützen und andererseits die Inflationsrate zu senken.

Erste Zinserhöhung seit zwei Jahren

Um die Inflation einzudämmen hat der international angesehene Ökonom im September eine Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Punkte auf 7,5 Prozent durchgesetzt. Dies war die erste Zinserhöhung in Indien seit zwei Jahren. Außerdem wurde der Zinssatz, zu dem sich die indischen Geschäftsbanken Geld bei der Notenbank leihen können, um 0,75 Punkte auf 9,5 Prozent gesenkt. Damit fährt die Notenbank ihre Maßnahmen zur Stützung der indischen Rupie etwas zurück.

Probleme lassen sich nur langfristig lösen

Hinweise auf den Ausgang der Wahl in Indien im nächsten Jahr, liefern die Ergebnisse der Wahlen, die in den kommenden Wochen in den fünf indischen Teilstaaten stattfinden werden. Sollte dabei die unternehmerfreundliche ¬Bharatiya-Janata-Partei gut abschneiden, könnte dies den indischen Aktienmarkt leicht nach oben treiben. Unabhängig davon sollten sich Anleger darüber im Klaren sein, dass sich die Probleme in Indien nur langfristig lösen lassen. Dringend erforderlich sind unter anderem ein Ausbau und eine Modernisierung der maroden Infrastruktur sowie die Qualifizierung von Arbeitskräften. Zudem sollte in Indien die Korruption effektiv bekämpft werden. Vor diesem Hintergrund drängt sich ein Einstieg bei Indien-ETFs zurzeit nicht auf. Sollten in dem Schwellenland 2014 aussichtsreiche Reformen auf den Weg gebracht werden, wäre der von db x-trackers aufgelegte ETF (WKN: DBX1NN) auf den S&P CNX NIFTY-Index ein chancenreiches Investment. Der diesem ETF zugrunde liegende Index umfasst 50 indische Blue Chips.

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