Inflationsschutz-ETF- Steigende Preise- Kein Problem

Noch ist die Inflation in der Eurozone niedrig. Doch viele Indizien sprechen für anziehende Preise. Anleger können sich mit einem Inflationsschutz-ETF absichern.

Inflation – nicht der Rede wert! Kaum ein Anleger macht sich derzeit Sorgen um den Preisdruck. Offiziell beträgt die Teuerungsrate in Deutschland aktuell 0,7 Prozent, im Euroraum zog die Rate im September zwar mit 0,4 Prozent auf den höchsten Stand seit zwei Jahren an. Das ist aber immer noch weit von dem Ziel der EZB von „nahe, aber unter zwei Prozent“ entfernt. Und dennoch deuten viele Indizien darauf hin, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter anziehen wird.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) glaubt, dass sich die Preisentwicklung zukünftig mindestens normalisiert: Im kommenden Jahr sollen die Verbraucherpreise laut IWF in der Eurozone schon bei 1,1 Prozent liegen.

Abnehmende Basiseffekte lassen die Preise automatisch steigen

Woher aber kommen die steigenden Preise? Am gravierendsten ist der Anstieg der Rohstoffpreise, vor allem beim Rohöl. In der Eurozone werde ein steigender Ölpreis unausweichlich zu einer höheren Inflation führen, sagt Christopher Dembik, Head of Macro Analysis bei der Saxo Bank in einem aktuellen Marktkommentar: „In der Vergangenheit wurde die Inflation in der Eurozone immer extrem von Veränderungen des Ölpreises beeinflusst.“ Zwar bestehe zwischen den beiden Werten keine perfekte Korrelation, dennoch sei die Richtung der Inflationsentwicklung ziemlich klar. „Selbst, wenn der Ölpreis auf 40 US-Dollar pro Barrel zurückfällt, wird die Inflation im kommenden Jahr signifikant anziehen“, prognostiziert der Analyst. Doch nicht nur Energie, auch Nahrungsmittel, Industriegüter und Dienstleistungen werden teurer. Die Löhne steigen in Deutschland in diesem Jahr um 2,5 Prozent, ohne dass die Produktivität entsprechend anzieht. Nicht zuletzt könnte die grassierende Staatsverschuldung in Europa die Inflation anheizen.

Inflationsschutz-ETF: Abgesichert mit Anleihen

Anleger sollten sich auf steigende Preise einrichten und entsprechende Vorkehrungen treffen. Eine Möglichkeit sind inflationsgebundene ETFs. Der iShares plc – Euro Inflation Linked Gov. Bond UCITS ETF (WKN: A0HGV1) bietet Zugang zu inflationsgeschützten Staatsanleihen aus der Eurozone. Der Index enthält ausschließlich Rentenpapiere, die realverzinst sind und an einen auswählbaren Inflationsindex gebunden sind sowie eine Mindestrestlaufzeit von einem Jahr haben.  Bei geringen Kosten von 0,25 Prozent pro Jahr erwirtschaftete der ETF in 2016 eine Rendite von 2,52 Prozent.

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.