Mit einem ETF können Anleger sich gegen Inflationsgefahren in den USA absichern.

Anleger sollten sich mit Blick auf die Inflationsentwicklung allmählich mit der Absicherung ihres Vermögens beschäftigen. Einige ETFs bieten Inflationsschutz.

Anleger sollten sich mit Blick auf die Inflationsentwicklung allmählich mit der Absicherung ihres Vermögens beschäftigen denn die offizielle Teuerungsrate ist zu niedrig. Diese Ansicht vertritt Vermögensverwalter Rolf Ehlhardt von I.C.M. ndependent Capital Management. „Für mehr als 70 Prozent der Deutschen setzt sich die private Inflation hauptsächlich aus Mieten, Energiekosten, Benzin und Nahrungsmitteln zusammen“, sagt Ehlhardt. Das Statistische Bundesamt errechne daraus eine Inflationsrate von zwei Prozent. Diese Berechnung sei aber falsch, behauptet Ehlhardt. So ließen Gewichtungen sich im Sinne des Ergebnisses verändern. Auch technische Fortschritte würden aus dem Preisanstieg herausgerechnet – und Qualitätsverschlechterungen nicht berücksichtigt. Elhardt schätzt die „wahre“ Teuerungsrate auf etwa sechs Prozent.

Marktrückschläge und ein schwächeres Wachstum

In ein ähnliches Horn bläst Larry Hatheway, Chefökonom bei GAM Investments. Aus seiner Sicht könnten Überraschungen bei der Teuerung die Stimmung der Marktteilnehmer an vielen Börsenplätzen beeinträchtigen. Aus Sicht von Hatheway bleibt die Inflation das größte Risiko für die Konjunktur und die Märkte. „Sollten die Inflationsraten in den USA, Westeuropa oder Japan deutlich und unerwartet steigen, würde dies die Erwartungen an die Geldpolitik verändern und sowohl die Zinssätze als auch die Risikoprämien in die Höhe treiben“, schreibt Hatheway in einer aktuellen Einschätzung. Marktrückschläge und ein schwächeres Wachstum wären die Folgen.

Rechtzeitige Absicherung ist Pflicht!

Die Experten raten Anlegern, sich rechtzeitig für den Fall abzusichern, dass die Inflation über das erträgliche Maß hinaus steigt. In der ETF-Anlagewelt lässt sich diese Vorsorge über einen Indexfonds bewerkstelligen, der einen Inflationsschutz integriert. Der Lyxor USD 10Y Inflation Expectations UCITS ETF C-USD (WKN: LYX0U5) beispielsweise bietet Zugang zur Breakeven-Inflation, indem Long-Positionen in 10-jährigen US-Treasury Inflation-Protected securities (TIPS) und Short-Positionen in US-Treasuries mit angrenzenden Laufzeiten eingegangen werden. Die Breakeven-Inflationsrate zeigt die Differenz zwischen der realen Rendite einer inflationsindexierten Anleihe und der Rendite einer vergleichbaren, traditionellen Anleihe auf. Der ETF, der im Jahr 0,25 Prozent der Anlagesumme kostet, konnte seit Anfang Januar um knapp fünf Prozent zulegen.

Lyxor US$ 10Y Inflation Expectations UCITS ETF

WKN: LYX0U5 ISIN: LU1390062831
Kurs

91,54 €

Kosten (TER) 0,25 %
Fondsvolumen 1.007,80 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +0,98 %
Lfd. Jahr +5,71 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

 

 

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.