Die asiatischen Schwellenländer spielen bei Schlüsseltechnologien in der obersten Liga mit.
Die asiatischen Schwellenländer spielen bei Schlüsseltechnologien in der obersten Liga mit.

Nachholpotenzial par excellence: Während der MSCI World seit 2012 um rund 80 Prozent zulegen konnte, legte der MSCI Emerging Markets-Index in diesem Zeitraum nicht einmal halb so stark zu. Vor allem der Schock, den die US-Notenbank im Jahr 2013 auslöste, sorgte für einen heftigen Rückschlag, der bis heute nachwirkt. Die Fed rief verbal das Ende der Ära des Gelddruckens herbei, eine Zinswende stand bevor. Wenn am größten Kapitalmarkt der Welt nun die Zinsen steigen, ist es für US-Amerikaner weniger attraktiv, ihr Geld im Ausland anzulegen. Das trifft vor allem jene Länder, die besonders auf solche Zuflüsse angewiesen sind – die Emerging Markets. Erst in jüngster Zeit lässt sich beobachten, dass in Asien wieder in der Heimatregion investiert wird – und das trotz mittlerweile erhöhter US-Zinsen. Entsprechend nahmen ab Anfang 2017 die Märkte der aufstrebenden asiatischen Länder wieder Fahrt auf.

Offenheit gegenüber neuen Technologien

Die hohe Attraktivität der asiatischen Werte hat ihren Grund: Es ist die Kombination aus starkem Wachstumsraten und einer großen Offenheit gegenüber neuen Technologien. Dies macht vor allem den asiatischen Unternehmen in Schlüssel- und Zukunftstechnologien das Leben leicht. Die Region Asia ist in Sachen Elektromobilität, dem neuen Mobilfunkstandard 5G, eCommerce oder digitalen Bezahlmethoden weltweit ganz vorne mit dabei. Der digitale Zahlungsmarkt beispielsweise in China ist um Längen größer als in den USA. 2016 lagen die eCommerce-Umsätze im Reich der Mitte schon fast doppelt so hoch wie in Amerika. Im Jahr 2020 dürfte auf die Volksrepublik mehr als die Hälfte aller weltweiten Online-Umsätze entfallen.

Neuordnung der MSCI Aktienindizes

Kurzfristig könnten chinesische Aktien darüber hinaus von der Neuordnung der MSCI Aktienindizes profitieren: Ab dem 1. Juni werden nach und nach 234 Festland A-Aktien in die Indizes aufgenommen. Aufgrund der hohen Bedeutung der MSCI Indizes könnte dies deutliche Umschichtungen auslösen. Anleger, die sich aus taktischen Gründen in der Wachstumsregion Asien engagieren wollen, sei der iShares MSCI EM Asia UCITS ETF (WKN: A1C1H5) nahegelegt. Der dem Fonds zugrunde liegende MSCI Emerging Markets Asia Index bietet Zugang zu großen und mittelgroßen Unternehmen in den asiatischen Schwellenländern. Die Fondswährung lautet in US-Dollar, das Volumen beträgt circa 492 Millionen Dollar. Der ETF legte in diesem Jahr um knapp drei Prozent zu und kostet jährlich 0,65 Prozent.

iShares MSCI EM Asia UCITS ETF

Kurs

132,22 €

Kosten (TER)0,65 %
Fondsvolumen500,54 Mio. €
Indexabbildungphysisch
1 Monat+0,75 %
Lfd. Jahr+3,28 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das ETF EXtra-Magazin.