Start ETFs im Fokus Italienische Aktien notieren unter ihrem Buchwert

Italienische Aktien notieren unter ihrem Buchwert

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Wird es Italiens Präsident Giorgio Napolitano gelingen, durch Gespräche mit den Parteien eine Regierungsbildung zu ermöglichen? Diese Frage kann niemand beantworten. Fest steht hingegen, dass italienische Aktien zurzeit attraktiv bewertet sind. Mario Montis Amtszeit endet am 15. Mai.

Für Pier Luigi Bersani ist es nach wie vor sehr schwierig, im Euro-Krisenland Italien eine Regierung zu bilden. Aber immerhin haben Mitglieder der von Bersani geführten Mitte-Links-Allianz am vergangenen Wochenende die einflussreichen Chefposten in Senat und Abgeordnetenkammer ergattert. Am kommenden Mittwoch wird Italiens Präsident Giorgio Napolitano mit den Parteien Gespräche bezüglich der Regierungsbildung führen. Er hat jüngst darauf hingewiesen, dass Ministerpräsident Mario Monti mit seinem Kabinett aus parteilosen Technokraten vorerst im Amt bleiben wird. Allerdings endet die Amtszeit Montis am 15. Mai, weshalb Italiens Parlament bald einen neuen Präsidenten wählen muss.

Italienische Aktien sind günstig bewertet

Dass in Italien bislang keine neue Regierung gebildet werden konnte, ist für viele Anleger ein Grund, nicht auf den italienischen Aktienmarkt zu setzen. Es gibt allerdings Finanzexperten, die ETFs auf Italiens Leitindex FTSE MIB derzeit als chancenreiche Investments einstufen. Einer von ihnen ist Martin Reich – er ist Vorstand der in München ansässigen Vermögensverwaltungsgesellschaft Reich, Doeker & Kollegen AG. Laut Reich werden italienische Aktien im Durchschnitt aktuell nur mit dem 0,7-Fachen ihres Buchwertes gehandelt.

Italien-ETF für risikofreudige Anleger

Laut Martin Reich dürfte sich der Kauf des von db x-trackers aufgelegten ETFs (WKN: DBX1MB) auf den FTSE MIB lohnen. Seit Ende Januar ist der italienische Leitindex, den dieser ETF abbildet, in der Spitze um 14,3 Prozent gefallen. Daher dürfte das Wahlpatt in dem Euro-Krisenland bereits größtenteils in den aktuellen Kursen italienischer Aktien eingepreist sein. Trotzdem eignet sich der synthetisch replizierende ETF nur für risikofreudige Anleger als Depotbeimischung. Die Gesamtkostenquote des Indexfonds beträgt lediglich 0,30 Prozent.

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