Start ETFs im Fokus Japan überrascht Anleger

Japan überrascht Anleger

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Ein hohes Wachstum erwarten Anleger von Japan. Das Land ist attraktiv, Unternehmen investieren wieder.

Japans Wirtschaft ist im laufenden Jahr bislang stärker gewachsen, als es die vorläufigen Schätzungen angezeigt haben. Statt der erwarteten 2,4 Prozent Wachstum rechnet die offizielle japanische Statistik-Behörde nun mit einem Wachstum um 3,9 Prozent. Das überrascht allein schon deshalb, weil sich am Kapitalmarkt zuletzt die Skeptiker durchgesetzt hatten und es immer wieder negative Kommentare zu den Aussichten Japans gab. Im vergangenen Jahr sorgte eine Steuererhöhung für einen kleinen Dämpfer – doch inzwischen sollte Japans Wirtschaft diesen Schock überwunden haben.

Bringen Lohnerhöhungen weitere Impulse?

Dass dieser psychologische Faktor in den Köpfen der Entscheider keine Rolle mehr spielt, zeigt auch der Blick in die Details der jüngst veröffentlichten Zahlen: Demnach sorgten vor allem die Unternehmen mit weiteren Investitionen für Wachstum. Der private Konsum blieb allerdings weiterhin schwach. Hoffnung gibt es aber dennoch: Ab April erhält eine Reihe Japaner Lohnerhöhungen – dies könnte sich auf den Konsum positiv niederschlagen.

MSCI Japan mit Währungsabsicherung eine interessante Alternative

Anleger konnten mit Japan-Investments in den vergangenen Jahren attraktive Renditen erzielen. Seit dem Konjunkturprogramm Abenomics haben die Kurse an Japans Börsen deutlich angezogen. Neben den etablierten Indizes Nikkei und Topix bietet auch der MSCI Japan breiten Zugang zu japanischen Unternehmen. Der MSCI Japan bündelt mehr als 300 mittlerer und hoher Marktkapitalisierung und hat den Anspruch, 85 Prozent von Japans Wirtschaft abzubilden. Der Index legte im laufenden Jahr bereits 19,2 Prozent zu. Der iShares MSCI Japan EUR Hedged UCITS ETF (WKN: A1H53P) hat den Anspruch, den MSCI Japan eins zu eins abzubilden und sichert zudem Währungsschwankungen effektiv ab. Derzeit sind 4,38 Milliarden Euro investiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,64 Prozent.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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