Japan unterbewertet | EXtra-Magazin

Japan bietet Anlegern viele Vorteile. Ein etablierter Markt, gute Unternehmen und geringe Bewertungen. Ein ETF hebelt gar Währungsrisiken aus.

Japan ist für viele Investoren noch immer ein heikles Investment. Die Gründe liegen in den volkswirtschaftlichen Rahmendaten. Seit Jahren kämpft Japan gegen die Deflation an. Jede Zahl aus dem Land der aufgehenden Sonne wird von den Märkten nervös aufgenommen. Doch gerade für Value-Investoren bieten sich im Land der aufgehenden Sonne interessante Chancen. Wie die Vermögensverwalter von Oddo Asset Management in einer Pressemitteilung schreiben, werde der MSCI-Japan-Index aktuell lediglich mit dem 1,5-Fachen des Buchwerts gehandelt, für die Welt liege dieser Wert jedoch bereits bei 2,2, für die USA gar bei 2,7, so die Experten. Diese Zahlen sprächen für die relative Unterbewertung Japans. Hinzu glauben die Experten von Oddo Asset Management, dass insbesondere japanische Pensionskassen künftig auf japanische Aktien setzen werden.

Währungsabsicherung lohnt sich

Die Regierung von Premierminister Shinzo Abe hatte inländische Investoren mehrere Male dazu aufgerufen, im Inland zu investieren. Dies könnte auch angesichts der niedrigen Bewertungen in Japan Früchte tragen. Für ETF-Investoren bietet sich Japan deswegen an, weil der Markt sehr entwickelt ist: Liquidität ist ausreichend vorhanden, zudem sind viele  Unternehmen technologisch führend. Anleger, die in das Land der aufgehenden Sonne investieren wollen, sollten auch über eine Währungsabsicherung nachdenken. Zwar hat der Euro zuletzt gegenüber den Yen verloren, doch verfolgt die Regierung eine Schwächungspolitik gegenüber der eigenen Währung.

Über eine Milliarde Euro in Japan ETF

Für Anleger bietet sich daher der Amundi ETF Japan Topix EUR Hedged Daily UCITS ETF (WKN: A1J4TX) besonders an. Der ETF setzt auf den marktbreiten Topix-Index und sichert Währungsschwankungen gegenüber dem Euro ab. Derzeit sind 1,19 Milliarden Euro investiert. Im laufenden Jahr brachte der ETF Anlegern eine Rendite von 16,2 Prozent ein. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,48 Prozent.

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