Start ETFs im Fokus Jetzt bei Aktien nachkaufen?

Jetzt bei Aktien nachkaufen?

85

Der gestrige Kursverlust war für viele Anleger ein Schock. Doch es gibt auch optimistische Stimmen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wieder einmal alle überrascht. Statt einer neuerlichen Ausweitung der Geldpolitik beschloss die Notenbank eine „Ausweitung light“ und erwischte so viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß. Allein der DAX büßte rund 3,6 Prozent ein. Der deutsche Leitindex notiert damit wieder unter der Marke von 11.000 Punkten. Obwohl einige Marktteilnehmer die Entscheidungen der EZB kritisierten und vor allem die Unberechenbarkeit monierten, gibt es auch positive Stimmen.

„EZB behält alle Entscheidungsoptionen“

So äußerte Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef von Allianz Global Investors, zur EZB-Entscheidung: „Auch wenn die Märkte mit Enttäuschung reagiert haben, sind die von Mario Draghi bekanntgegebenen Entscheidungen eigentlich gute Nachrichten. Sie zeigen, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik an ein verändertes makroökonomisches Umfeld angepasst hat. So haben die wesentlichen Argumente, die Ende September für eine weitere Lockerung der Geldpolitik ins Feld geführt wurden, insbesondere die Furcht vor einer abrupten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China und die Unsicherheit im Hinblick auf eine mögliche Zinswende in den USA, an Relevanz eingebüßt“, so Dixmier. Weiterhin betont der Anleihenchef von Allianz Global Investors, dass die EZB für die nächsten Monate auch weiterhin alle Entscheidungsoptionen habe.

MDAX hat sich gut gehalten

Sollten die Rahmendaten also wieder schlechter aussehen, ist eine neuerliche Lockerung nicht ausgeschlossen. Für Anleger könnten die Kursverluste auch eine Chance zum Einstieg oder zum Ausbau von Positionen sein. Vor allem der MDAX wirkt interessant. Dieser hat sich im Vergleich zum DAX gut gehalten und überzeugt mit innovativen Unternehmen. Der iShares MDAX UCITS ETF (WKN: 593392) kletterte im laufenden Jahr um 25,7 Prozent. Der ETF ist derzeit 1,79 Milliarden Euro schwer. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,51 Prozent.

Nico Popp für www.extra-funds.de

Jetzt für den wöchentlichen ETF-Newsletter anmelden

TEILEN
Vorheriger ArtikelZwei neue SPDR Rentenindex-ETFs auf Xetra gestartet
Nächster ArtikelWenn Draghi tragisch wird
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.