Kaffeeinvestments
In schwierigen Zeiten sollten Anleger über den Tellerrand blicken. Kaffee könnte eine sinnvolle Alternative sein.

Wechselkurse haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Börsen. Das merkt man nicht nur an Konjunkturdaten, sondern auch am Kaffeepreis. Seit Jahresbeginn haben die wichtigsten Kaffeesorten deutlich zugelegt. Beobachter machen für diese Entwicklung die Erholung des brasilianischen Real verantwortlich. Nach schwachen Jahren geht es für Brasiliens Währung wieder nach oben. Da Brasilien der wichtigste Kaffee-Exporteur sei, habe die Entwicklung der Wechselkurse einen Einfluss auf den Kaffeepreis. Doch die Wechselkurse allein sind nicht für die steigenden Notierungen bei Kaffee verantwortlich. Vor Monaten noch hatte Kaffee ein Mehr-Jahres-Tief erreicht. Der jüngste Anstieg könnte daher auch einer technischen Erholung geschuldet sein und Kaffeeinvestments ansteigen lassen.

Lager sind nahezu leer

Hinzu kommt nach Ansicht der Experten der Commerzbank ( Zum Testbericht), dass Brasilien in den vergangenen Jahre besonders viel Kaffee exportiert habe, die vollen Lager inzwischen aber nahezu leer seine, so die Analysten. Nach dem jüngsten Kursanstieg könnte Kaffee daher für Investoren wieder eine Alternative sein. Auch zur Portfoliodiversifikation eignet sich Kaffee.

Kaffeeinvestments sind auch gehebelt eine Alternative

ETF-Anleger können mit dem ETFS Coffee ETC (WKN: A0KRJT) unkompliziert auf die Entwicklung des Kaffee-Preises setzen. Der ETC basiert auf der Kaffee-Komponente des Dow-Jones-UBS-Coffee-Subindex und spiegelt die Bewegungen des Kaffee-Futures wider. Im laufenden Jahr legte der ETC um 7,3 Prozent zu. Kaffeeinvestments belaufen sich aktuell auf 45 Millionen Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,54 Prozent. Spekulativer orientierte Investoren können auch auf den ETFS 2x Daily Long Coffee (WKN: A0V9YT) setzen. Das Instrument funktioniert ähnlich dem ersten Produkt, bildet den Kaffeepreis aber mit einem doppelten Hebel ab. 2016 war bisher eine Rendite von 12,43 Prozent drin. Die Gesamtkostenquote liegt bei 1,03 Prozent.

Jetzt für den wöchentlichen ETF-Newsletter anmelden.

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.