Start ETFs im Fokus Keine Angst vor Inflation

Keine Angst vor Inflation

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Es gibt sie noch, die interessanten Nischen. Inflationsgeschützte Anleihen passen zum Zeitgeist.

Es kam wie es kommen musste: Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Leitzins zuletzt erneut. Mit 0,15 Prozent rangiert der Zins nunmehr so tief, wie noch nie. Der Schritt war am Markt teilweise sogar deutlicher erwartet worden. Dementsprechend fuhren DAX, Euro und auch das Anleihe-Barometer Euro / Bund Future am Tag der Zinsentscheidung Achterbahn. Wie sollten Anleger auf den Zinsentscheid reagieren? Experten haben eine klare Meinung: „Für Anleger steigen mit dem heutigen Tag die Risiken noch weiter an“, sagt Allan Valentiner, Vorstand der AMF Capital AG . Einerseits erzielten die Anleger keine angemessene Rendite mehr, andererseits seien die Renditen auch von Emittenten mit schlechter Bonität fast genauso niedrig, wie diejenige von guter Bonität, formuliert der Anlage-Experte.

Als Depotbeimischung interessant

Eine Lösung für das Zins-Dilemma könnten neben Aktien auch inflationsbesicherte Anleihen darstellen. Die Kupons dieser Anleihen sind an die Inflation gekoppelt und steigen mit höheren Teuerungsraten an. So haben Anleger den Inflationsschutz bereits eingebaut. Zwar sind diese besonderen Anleihen bereits seit einiger Zeit gefragt, doch bietet sich eine Beimischung im Rahmen eines diversifizierten Anleihe-Portfolios dennoch an. ETF-Anbieter haben einige interessante Produkte auf den Markt gebracht.

Vier Prozent mit Euro-Ländern

Für Anleger, die auf Anleihen hoher Bonität setzen wollen, bietet sich der Lyxor UCITS ETF SICAV (FR) – EuroMTS Infl. Linked Inv. Grade (WKN: A0F7AM) an. Der Index setzt auf inflationsgebundene Anleihen aus Ländern der Eurozone, die ein Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro aufweisen und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bieten. Derzeit stecken Anleihen aus Frankreich (51,77 %), Italien (31,13%) und Deutschland (16,1%) im ETF. Im laufenden Jahr erreichte der ETF eine Rendite von 4 Prozent. Die Gesamtkostenquote des über 200 Millionen Euro schweren ETFs liegt bei 0,2 Prozent.

Mehr News zum Thema ETF´s finden Sie unter www.extra-funds.de

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