Was Anleger über die Volatilität im heißen Herbst wissen müssen.
Den zu erwartenden „heißen Herbst“ an den Aktienmärkten können Investoren mit einer risikoadjustierten Strategie begegnen.

An den Aktienmärkten kündigt sich nach der Sommerpause ein heißer Herbst an. Allein in der vergangenen Handelswoche schwankte der deutsche Leitindex um rund 500 Punkte. Für die nervöse Stimmung sorgten unter anderem Spekulationen über eine bevorstehende Zinserhöhung in den USA. Die zunehmende Unruhe der Marktteilnehmer bildet der Volatilität-Index VDAX ab. Notierte dieser Anfang September noch bei 17,5 Punkten, sind es aktuell schon knapp 22. Im Blick steht nun die Fed-Sitzung am 21. September, bei der es zur ersten US-Leitzinserhöhung in diesem Jahr kommen könnte. Im Vorfeld könnten die Kurse also weiterhin heftig schwanken. Die Bank Merck Finck erwartet nach der gemütlichen Phase im Sommer nun „zwar keinen Sturm, aber zumindest eine Herbst-Brise“, wie Chefstratege Robert Greil im „Marktkompass September 2016“ schreibt. Sollten die Notenbanken behutsamer als vom Markt erhofft agieren, drohe an den Börsen Ungemach.

Volatilität: Moderate Schwankungen sind vorteilhaft

Allerdings liegt es auf der Hand, dass man am Aktienmarkt keine Rendite ohne eine gewisse Volatilität erwarten kann. Das gibt es einfach nicht. „Es ist ein psychologischer Faktor, dass die Investoren mit Volatilität nicht umgehen können, dass sie es nicht ertragen“ schreibt Thomas Polach von Robert Beer Investment in einem Marktkommentar. „Ein Aspekt, den man im Blick haben muss“. Wer sich von den Schwankungen an den Aktienmärkten nicht irritieren lässt und den Blick für das Wesentliche beibehält, kann aber eines feststellen: Die europäischen Unternehmen erzielen sehr gute Gewinne. „Sicher, die Gewinne sind etwas zurückgegangen, aber bei weitem nicht so sehr wie die Aktienkurse. Die Aktien sind daher günstig bewertet“, schlussfolgert Fondsmanager Polach.

Gute Gewinne bei europäischen Aktien

Eine gute Rendite bei moderaten, für Investoren erträgliche Schwankungen erzielt der SSEE II plc – SPDR EURO STOXX Low Volatility UCITS ETF (WKN: A1W8WD). Auf Sicht der vergangenen sechs Monaten lag der Gewinn bei 3,68 Prozent, die Kosten bei lediglich 0,30 Prozent. Der ETF bildet 100 Aktien aus dem EuroStoxx 600 ab, die in den vergangenen Jahren eine niedrige Volatilität aufwiesen. Dividenden oder Ausschüttungen werden in die Indexberechnung mit einbezogen.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.