Start ETFs im Fokus La dolce vita auf dem Parkett

La dolce vita auf dem Parkett

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Italienische Flagge
Italien kann mehr als Pasta und Lebensfreude. 2015 hat Italien vor allem auf dem Börsenparkett überzeugt.

Macht man sich auf die Suche nach den erfolgreichsten Ländern 2015, wird es alles andere als exotisch. Tatsächlich schneidet Europa ziemlich gut ab und lässt die dynamische Konkurrenz aus Asien weit hinter sich. Besonders überzeugt hat im ausklingenden Jahr Italien. Das einstige Beinahe-Krisenland hat die Sorgen der vergangenen Jahre gekonnt abgeschüttelt. Seit einiger Zeit ist die Regierung um Matteo Renzi nun schon im Amt und verleiht Italien Stabilität. Kurz vor Weihnachten hat Renzi sogar Geschenke verteilt und damit die Italiener überzeugt. Steuererleichterungen sollen das Wachstum weiter ankurbeln. Auch eine diskutierte Mehrwertsteuer ist inzwischen vom Tisch. Die Mehrausgaben will Italien über Kredite finanzieren. Inzwischen sind selbst für Italien die Zinsen so niedrig, dass dieser Schritt nahe liegt. Die EU-Stabilitätskriterien will Italien dennoch einhalten – ein blauer Brief aus Brüssel droht also nicht.

Italiener sollen mehr konsumieren

Ziel der Investitionen soll es sein, den Konsum wieder stärker anzukurbeln. Nach den zurückliegenden Krisen sei das Verbrauchervertrauen am Boden, so die Regierung. Die Maßnahmen sollen die Italiener wieder dazu bringen, mehr zu konsumieren und die Binnenwirtschaft zu stärken. Zuletzt hat Rom die Wachstumsprognosen bereits leicht angehoben. Zwar sind 1,5 Prozent für 2016 nicht viel, für das leidgeplagte Italien aber immerhin ein Anfang.

Italien für Risikobewusste

An der Börse wird das Comeback Italiens bereits seit einigen Monaten gefeiert. Der db x-trackers FTSE MIB UCITS ETF (WKN: DBX1MB) liegt in diesem Jahr bereits knapp 14 Prozent vorne. Diese Stabilität lockt auch Investoren an. Der ETF ist derzeit 258 Millionen Euro schwer. Die Gesamtkostenquote fällt mit 0,3 Prozent vergleichsweise gering aus. Für Anleger, die an Italien glauben und ein dynamischeres Investment suchen, könnte Italien eine geeignete Alternative sein.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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