Low Volatility-ETF: Die See wird rauer
Die Notenbanken weltweit driften auf eine geldpolitische Normalisierung zu. An den Börsen neigt sich die Party dem Ende: Zeit für einen Low Volatility-ETF.

Wachstum, wohin man schaut! Nach Einschätzung des renommierten britischen Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung NIESR wächst die Weltwirtschaft derzeit so stark wie seit dem Jahr 2011 nicht mehr. Die NIESR-Experten rechnen für 2017 mit einem Zuwachs von 3,7 Prozent. Die Prognosen für 2018 und 2019 würden auf knapp unter 4 Prozent angehoben, teilte das Institut vergangene Woche mit. Der rasende Konjunkturmotor beschert den Unternehmen weltweit gute Geschäfte: Umsatz und Gewinne werden deutlich gesteigert, die Überschüsse werden in Form von höheren Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre verteilt. So bleibt das Kapitalmarktumfeld günstig: Die Aktienmärkte werden weiter von der robusten Konjunktur getragen. „Die gute Konjunktur bleibt 2018 die stärkste Auftriebskraft für die Börsen“, sagt Jens Wilhelm, im Vorstand von Union Investment zuständig für Portfoliomanagement. In Verbindung mit spürbar anziehenden Unternehmensgewinnen zählt die Anlageklasse ‚Aktien’ weiterhin zu seinen Favoriten.

Grundlegender Paradigmenwechsel

Und doch hat es in diesem noch jungen Jahr schon heftige Turbulenzen an den Börsen gegeben. Viele Investoren fürchteten, dass eine höhere Inflation zu einer Beschleunigung der geldpolitischen Normalisierung führen könnte. Experten halten diese Sorge für übertrieben. Die Inflation werde in weit entwickelten Ländern etwas anziehen, generell aber auf niedrigem Niveau bleiben, erwartet das britische NIESR-Institut. Fondsmanager Wilhelm sieht das ähnlich, rechnet dennoch als Folge der starken Konjunktur mit ansteigenden Preisniveaus und notwendigerweise einer strafferen Geldpolitik. „Es zeichnet sich ein grundlegender Paradigmenwechsel ab“, betont er. Die Normalisierung der Geldpolitik werde nach einer Dekade des permanenten Ausnahmezustands nicht ohne Friktionen ablaufen. „Die Zentralbanken sollten aber behutsam vorgehen, um den Aufschwung nicht abzuwürgen“, fordert der Union Investment-Manager.

Fokus auf schwankungsarme Aktien

Die wichtigsten Notenbanken sind bereit, ihre ultralockeren Maßnahmen zu reduzieren oder gar einzustellen. Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Kurse an den Finanzmärkten nun langsam wieder die Realität abbilden, mithin stärker ausschlagen können. Das Ende der Geldschwemmen-Party der letzten Jahre wird eine neue Erfahrung sein. Will heißen, an den Börsen wird die See möglicherweise rauer. Investoren können in diesem Umfeld mit speziellen ETF-Vehikeln das Risiko eindämmen, indem sie den Fokus auf defensiven Titel richten, die sich in der Vergangenheit als recht schwankungsarm erwiesen haben. Beispielsweise bildet der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF (WKN: A1J781) die Performance von rund 330 Titel im MSCI World Index ab, die die niedrigsten absoluten Renditeschwankungen besitzen. Die Wertpapiere werden mit Hilfe einer Mindestvolatilitätsstrategie ausgewählt. Knapp zwei Drittel der Positionen werden von US-Unternehmen eingenommen. Die Volatilität auf Sicht eines Jahres liegt bei vergleichsweise niedrigen 8,5 Prozent. Die Performance in diesem Jahr ist aufgrund des Börsengewitters Anfang Februar noch leicht negativ, die Gesamtkostenquote liegt bei 0,30 Prozent im Jahr.

iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF

WKN: A1J781 ISIN: IE00B8FHGS14
Kurs

38,96 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 1.784,62 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +0,80 %
Lfd. Jahr +7,68 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: Volatilitäts-ETF: Portfolio auf Low Volatility ausrichten

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