Low-Volatility-ETF
Mit Low-Volatility-ETFs können Anleger ihr Verlustrisiko minimieren.

Die Märkte sind nervös. Wer dennoch investiert sein will, sollte sich mit der Low-Volatility-Strategie auseinander setzen.

Dabei sein ist alles? Was bei Olympia ein geflügeltes Wort ist, gilt an den Aktienmärkten nur in abgeschwächter Form. Doch wer sich komplett von Aktien verabschiedet, steht auch nicht immer auf der Sonnenseite des Anleger-Lebens. Was also tun? Die Brexit-Entscheidung hat wieder einmal gezeigt, dass Anleger bereit sein sollten, Schwankungen entweder auszuhalten oder diese zu minimieren. Im Vorfeld des Referendums kam es bereits zu einem Kursrutsch – viele Privatanleger haben sich von der Panik anstecken lassen und die Aktien auf niedrigerem Niveau verkauft. Mit der Brexit-Überraschung atmeten viele dieser übervorsichtigen Investoren auf – zumindest vorerst. Denn inzwischen haben die Kurse wieder zugelegt. Doch wie viele der vorsichtigen Anleger sind inzwischen wieder eingestiegen? Die Zahl der Investoren, die aus dem Brexit-Rutsch Profit geschlagen haben, dürfte sehr gering sein. Was zeigt uns dies? Entweder, man positioniert sich am Aktienmarkt so, dass nervöse Zuckungen an den Märkten keine Rolle spielen oder aber, man schränkt die nervösen Märkte etwas ein.

Was hilft gegen Schwankungen?

Wie das geht? Der klassische Ansatz besteht darin, neben Aktien auch Anleihen im Portfolio zu haben. Doch Anleihen sind für viele Privatanleger ein Buch mit sieben Siegeln. Restlaufzeiten, Duration und nicht zuletzt das Zinsrisiko lässt ein Investment in Anleihen gerade vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase komplex erscheinen. Daher verzichten viele Anleger auf die Anlageklasse. Als Folge daraus sind die Aktienquoten gemessen am Gesamtvermögen bei vielen Privatanlegern zu groß. Abhilfe schaffen kleinere Aktienquoten – und ein größerer Anteil auf dem verhassten Tagesgeldkonto. Doch es gibt noch weitere Alternativen: Die Low-Volatility-Strategie hat es sich zum Ziel gemacht, einen bekannten Index so gut als möglich abzubilden, dabei aber Schwankungen effektiv zu reduzieren. In der Regel funktioniert das, indem diejenigen Titel, die am stärksten schwanken, nicht in die Strategie aufgenommen werden.

Low-Volatility-Strategie-ETF: Gute Rendite, faire Gebühren

Ein ETF, der eine Low-Volatility-Strategie umsetzt, ist der SPDR S&P 500 Low Volatility UCITS ETF (WKN: A1J3PA). Mit dem Ansatz, so nah am Ursprungsindex wie möglich, gelang es der Strategie zuletzt, Schwankungen gering zu halten. Im laufenden Jahr steht immerhin eine Rendite von 6,01 Prozent zu Buche. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,35 Prozent.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.