Medien-ETF: Hier muss niemand in die Röhre schauen

Aktien der Medienbranche gehörten 2016 größtenteils zu den Verlierern in Europa. Für  2017 sehen die Perspektiven überwiegend positiv aus. Partizipieren können Anleger mit einem Medien-ETF.

Die Medienbranche steckt mitten im Wandel. Die fortschreitende Digitalisierung und damit einhergehend der sich ändernde Medienkonsum sorgen bei den Unternehmen für Unruhe. Wenig überraschend gehörten Aktien der Medienbranche im vergangenen Jahr größtenteils zu den Verlierern an den europäischen Börsen. So gibt es bei klassischen Fernsehsendern die Befürchtung, dass insbesondere bei kommerziell attraktiven Zuschauergruppen der Fernsehkonsum in Richtung digitaler Angebote wie etwa YouTube abwandert.

Medien-Konsum bleibt stabil

Doch die Branchenperspektiven sind auf den zweiten Blick so schlecht nicht. Aktuelle Studien zeigen, dass sich beim Fernsehkonsum teilweise nur das Zeitfenster verschoben hat: Immer häufiger werden Sendungen zu anderen Zeiten in Mediatheken angesehen. In diesem Bereich haben die Sender noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft, Werbung zu platzieren. Ein wichtiger Treiber für höhere Werbeerlöse ist auch zielgerichtete Fernsehwerbung. Veränderte Sehgewohnheiten über mobile Geräte machen es beispielsweise möglich, dass die Sender Werbung maßgeschneidert und damit höherpreisig verkaufen können. Fernsehsender, die viel über ihre Konsumenten in Erfahrung gebracht haben, also in den Aufbau von entsprechenden Daten investiert haben, sind hier klar im Vorteil. Sie können diese Informationen an Werbekunden weiterleiten. Für diese wiederum kann Fernsehwerbung überhaupt erst durch die neuen Möglichkeiten interessant werden. Die Medienanbieter könnten zudem dieses Jahr von einer Initiative der EU-Kommission profitieren. Die Wettbewerbsbehörde will es den Sendern erlauben, die maximal zulässige Werbezeit flexibler über den Tag zu verteilen. Damit könnten stark nachgefragte teure Zeiten zulasten schwächerer Zeiten in höherem Maße an Werbekunden verkauft werden.

Medien-ETF: Die Branche bleibt in Bewegung

Die Medienbranche bleibt auch dank Übernahmeaktivitäten in Bewegung. In den vergangenen Monaten hat sich der europäische Markt zum Beispiel durch den Erwerb eines Mediaset-Paketes durch den französischen Konzern Vivendi deutlich belebt. Anleger, die sich Mediensektor engagieren wollen, sei der iShares DE I ImT – STOXX Europe 600 Media UCITS ETF (WKN: A0H08L) nahegelegt. Der underlying Index bildet die Unternehmen des europäischen Mediensektors aus dem STOXX® Europe 600 Index ab. Derzeit sind 11 Mio. Euro in den Fonds investiert. Im laufenden Jahr rentierte der Medien-ETF mit 2,41 Prozent negativ. Auf längere Sicht, bspw. von drei Monaten, brachte der Fonds einen Gewinn von 7,53 Prozent ein. Die Kosten belaufen sich auf 0,46 Prozent im Jahr.

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iShares STOXX Europe 600 Media UCITS ETF (DE)

WKN: A0H08L ISIN: DE000A0H08L5
Kurs

26,34 €

Kosten (TER) 0,46 %
Fondsvolumen 26,29 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +0,12 %
Lfd. Jahr +4,19 %
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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.