Im Handelsstreit mit den den USA ist für Mexiko die Unsicherheit vorbei.
Im Handelsstreit mit den den USA ist für Mexiko die Unsicherheit vorbei.

Endlich. Die Unsicherheit ist verfolgen. Nach monatelangen Verhandlungen – begleitet von Rückschlägen und beiderseitigen Drohungen – haben sich die Nachbarn Mexiko und USA auf ein neues Handelsabkommen geeinigt. Es soll das Nafta-Abkommen ablösen, an dem auch Kanada beteiligt ist, und das US-Präsident Donald Trump wiederholt als sehr nachteilig für sein Land kritisiert hat. Auch mit dem nördlichen Nachbarn soll bald eine Vereinbarung zustande kommen. Die US-Börsen goutierten den Verhandlungserfolg in einer ersten Reaktion mit satten Aufschlägen, auch der mexikanische Aktienmarkt befreite sich aus der vorherigen Lethargie, der Leitindex IPC stieg deutlich. Der Hauptgrund der Freude an den Finanzmärkten ist, dass überhaupt ein Abkommen zustande kam. Nach Einschätzung des Commerzbank ( Zum Testbericht)-Experten Christoph Balz handelt es sich bei der neuen Regelung um ein „Nafta-Abkommen in abgeschwächter Form“. Eine völlige Abschaffung des bisherigen nordamerikanischen Handelsabkommens hätte den Interessen der Wirtschaft, sowohl in den USA als auch der in Mexiko widersprochen.

Politische Börse?

Ob es an der mexikanischen Börse mittel- und längerfristig nun robust weitergehen wird, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Das Land hat bei den Parlamentswahlen vor zwei Monaten Andrés Manuel López Obrador zum neuen Präsidenten gekürt. Viele Beobachter befürchten nun, dass der Wahlsieg des Linkspolitikers eine radikale Veränderung der Haushalts- oder Zentralbankpolitik Mexikos nach sich ziehen wird, was die Börse belasten könnte. Die Fondsstrategen von Franklin Templeton Investments halten dennoch an ihrem positiven Ausblick für das Land fest“. „Eine allmähliche Disinflation, ein robuster Arbeitsmarkt und die Verfügbarkeit von Krediten kurbeln den privaten Konsum an“, schrieben die Experten in einer aktuellen Markteinschätzung. Wenn die neue Regierung ihre Versprechen einlösen und dabei trotzdem die soliden wirtschaftlichen Fundamentaldaten aufrechterhalten kann, könnte Mexiko bis Ende des Jahres 2019 ein robustes Wachstum erzielen.

Mexiko-Aktien im relativen Vergleich mit anderen interessant

Unter den Schwellenländern hat die Börse in Mexiko Stadt schon in den vergangenen Wochen zu den solideren gehört und den internationalen Anlegern seit Jahresanfang ein Plus von rund acht Prozent beschert, wozu aber vor allem die starke Währung beigetragen hat. Viele Analysten betrachten den mexikanischen Markt im internationalen Vergleich gleichwohl als günstig. Einer der erfolgreichsten ETFs, der Aktien aus Mexiko bündelt, ist der Xtrackers MSCI Mexico UCITS ETF (WKN: DBX0ES). Enthalten sind 25 Titel, hauptsächlich aus dem Konsumgüter, Telekommunikations- Finanz- und Industriesektor. Der Fonds rentierte bisher im laufenden Jahr um über 9,5 Prozent, läuft aber in US-Dollar. Die Kosten belaufen sich auf 0,65 Prozent im Jahr.

Xtrackers MSCI Mexico UCITS ETF

WKN: DBX0ES ISIN: LU0476289466
Kurs

3,46 €

Kosten (TER) 0,65 %
Fondsvolumen 69,19 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -17,59 %
Lfd. Jahr -13,05 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.