Wer spart, verliert. Das aktuelle Umfeld aus niedrigen Zinsen und hoher Inflation sorgt für negative Realrenditen. Was also tun? Vielleicht Dividenden?
Wer spart, verliert. Das aktuelle Umfeld aus niedrigen Zinsen und hoher Inflation sorgt für negative Realrenditen. Was also tun? Vielleicht Dividenden?

Niedrige Zinsen und die steigende Inflation machen Sparern und Anlegern hierzulande schwer zu schaffen. Sogar die ansonsten in schnödem Ökonomen-Deutsch argumentierende Bundesbank hat jüngst in bemerkenswert klaren Worten festgestellt: Das Spar- und Finanzvermögen der Deutschen schrumpft! „Erstmals seit langer Zeit ist im ersten Quartal 2018 die reale Rendite, die ein durchschnittlicher Haushalt mit seinem Depot erzielt, unter null gesunken“, heißt es im Monatsbericht August. Um genau zu sein: Das Spar- und Finanzvermögen der Deutschen sank im angesprochenen Zeitraum um 0,8 Prozent. Bundesbankpräsident Jens Weidmann sagte nach Veröffentlichung der Daten in einem Interview, dass er den Unmut der Sparer über die Niedrigzinsen gut verstehen könne. Noch 2017 erzielten die Haushalte laut Bundesbank-Berechnungen mit ihrem Geldvermögen abzüglich Inflation eine Rendite von durchschnittlich 1,4 Prozent, nach 0,9 Prozent im Jahr 2016.

Dividenden: Niedrigzinsen und Inflation – Gift für Vermögensaufbau

Die Sparer müssen im Endeffekt ins Risiko gehen, nur um ihr Vermögen halten zu können. Vor allem die im Zuge der stark gestiegenen Energiepreise anziehende Inflation macht den Haushalten zu schaffen. „Mit dem Anstieg des Ölpreises meldet sich die Inflation zurück“, schreibt Igor de Maack, Fondsmanager bei DNCA Investments, in einem aktuellen Marktkommentar. „Nicht nur, dass sie die Produktionskosten der Unternehmen und die Kosten der verarbeitenden Industrie in die Höhe treibt, sie wird nun auch vom Inflationsdruck auf die Arbeitskosten begleitet“, stellt de Maack fest. Das sei zwar eine gute Nachricht für die Angestellten, doch müssten die Firmen diesen Lohndruck über höhere Preise weitergeben können. Der dadurch eintretende Effekt eines verstärkten Inflationsdrucks dürfte die Realrendite der Sparer und Anleger noch weiter ins Minus treiben.

Aktiv sein, Geld verdienen

Was also tun? Thomas Meier, Portfoliomanager von Mainfirst, hat einen einfachen Ratschlag: Dividendenfonds. Diese böten im Niedrigzinsumfeld noch eine Rendite mit vergleichsweise niedrigem Risiko, so Meier. Dividendenaktien liefern regelmäßige Ausschüttungen und ihnen wohnt zusätzlich das Potenzial inne, von steigenden Kursen zu profitieren. Für ETF-Anleger bietet sich der iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) (WKN: A0F5UH) an. Der Fonds verteilt das Risiko zusätzlich über eine breite Streuung. Denn der zugrunde liegenden Index bietet Zugang zu 100 Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen aus dem STOXX Global 1800 Index. Der Index enthält ausschließlich Unternehmen, deren Dividende je Aktie in den vergangenen fünf Jahren nicht gesunken ist und deren Dividende zu Gewinn je Aktie weniger oder gleich 60 Prozent in Europa, Latein- und Nordamerika bzw. 80 Prozent in Asien-Pazifik beträgt. Im laufenden, als schwierig geltenden Aktienjahr zeigte sich der ETF nahezu stabil, die positive Wertentwicklung im mittel- und langfristigen Anlagehorizont spricht für sich. Die Kostenquote liegt bei 0,46 Prozent.

iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)

WKN: A0F5UH ISIN: DE000A0F5UH1
Kurs

26,26 €

Kosten (TER) 0,46 %
Fondsvolumen 1.118,22 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +4,43 %
Lfd. Jahr +0,09 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.