Ballon vor Sturm
Die Quartalszahlen deutscher Unternehmen geben derzeit ein gemischtes Bild ab. Anleger sollten sich auf Qualität besinnen.

Vor zwei Jahren war die Welt für Aktienanleger noch in Ordnung. Der Markt lief einfach. Heute sieht es anders aus. Die großen Indizes treten auf der Stelle oder zucken nervös hin und her. Der Gesamtmarkt stagniert. Auch die jüngsten Quartalszahlen deutscher Unternehmen signalisieren, dass die Stimmung keineswegs eindeutig ist. Manche Branchen verkünden schwache Zahlen, andere können positiv überraschen. Zuletzt gelang es Beiersdorf, die Anleger von der eigenen Aktie zu überzeugen. Höhere Umsätze ziehen immer. Andere Titel, wie beispielsweise Autoaktien, kamen dagegen unter die Räder. In einer solch diffusen Gemengelage sollten Anleger einen klaren Kopf bewahren. Es gilt, die guten Branchen von den schlechten Branchen zu unterscheiden.

Qualität setzt sich durch

Bei dieser Unterscheidung können Anleger eine Reihe Fehler machen. Wie gut eine Branche wirklich positioniert ist und wie gut sie sich entwickeln wird, wissen oftmals auch Analysten nicht so genau. Doch klare Kriterien können dabei helfen, Bauchentscheidungen zu vermeiden. Moderne ETFs haben diese klaren Regeln schon eingebaut. So genannte Quality-ETFs orientieren sich an festen Kriterien wie Dividenden, Gewinnstabilität oder auch einem niedrigen Verschuldungsgrad. So gelingt es, Unternehmen für ETFs zu filtern, die aufgrund solider Fundamentaldaten für unsichere Börsenzeiten gewappnet sind.

Qualitäts-ETF vereint interessante Branchen

Beim iShares MSCI Europe Quality Factor UCITS ETF (WKN: A12DPM) führen die Kriterien beispielsweise dazu, dass Branchen wie nichtzyklische Konsumgüter (16,27%) und Gesundheitswesen (14,25%) mit an Bord sind. Auch zyklische Konsumgüter spielen mit einem ETF-Anteil von 11,89%) eine nicht unbedeutende Rolle. Hinzu kommen Finanztitel (22,66%) und Industrieaktien (12,51%). Letztere Branchen stehen derzeit zwar nicht gut da, doch sind die Aktien dieser Branchen auch weniger optimistisch bewertet. Der Qualitäts-Ansatz könnte dabei helfen, Titel mit Erholungspotenzial zu filtern. Der ETF erreichte im laufenden Jahr eine Minusrendite von 4,75 Prozent, zog zuletzt aber an. Die Gesamtkostenquote fällt mit 0,25 Prozent gering aus.

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