Auch wenn der MSCI World vermuten lässt, die ganze Welt abzudecken, so enthält er nur 23 dieser Flaggen.
Auch wenn der MSCI World vermuten lässt, die ganze Welt abzudecken, so enthält er nur 23 dieser Flaggen.

Es liegt vor allem an der aggressiven Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem Weltwirtschaftsbericht die Wachstumsprognose deutlich nach unten korrigiert, unter anderem, weil der Handelskonflikt den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China sowie die Androhung von US-Zöllen auf Autos und Autoteile vieles schwieriger macht. Das weltweite Wachstum nehme mit 3,7 Prozent zwar im laufenden und dem kommenden Jahr auf vergleichsweise hohem Niveau weiter, nehme aber nicht mehr wie eigentlich erwartet an Tempo zu, hieß es von IWF. „Die Vorhersage war überoptimistisch“, sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld zur Prognose des Währungsfonds im April, wo ein Wachstum von 3,9 Prozent für die Jahre 2018 und 2019 prognostiziert wurde. Es ist nicht nur die Handelspolitik der USA, auch die hohe Verschuldung bereitet dem IWF Sorgen. Mit 182 Billionen Dollar stehen öffentliche und private Haushalte weltweit in den Miesen. Das sind rund 60 Prozent mehr als noch vor der Finanzkrise im Jahr 2007.

Noch nicht aller Tage Abend

Wie wirkt sich das langsame Wachstum und die weltweiten Gefahrenherde auf die Aktienmärkte aus? Experten sehen den raueren Wind, der den Marktteilnehmern ins Gesicht peitscht, bleiben aber dennoch vorsichtig optimistisch. „Wir bleiben konstruktiv, was den fundamentalen Ausblick angeht“, sagt Stewart Robertson, Senior Economist bei Aviva Investors. Aufgrund der wachsenden Handelsspannungen bleibt jedoch ein Abwärtsrisiko in den kommenden Monaten bestehen, weshalb wir für Risikoanlagen kurzfristig vorsichtiger sind“. Mit Blick auf Aktien ist die Position von Aviva daher „nahezu neutral“. „Sollten Handelsspannungen in den nächsten Monaten abgebaut werden, dürften wir uns auf eine stärkere Übergewichtung bei Aktien zubewegen,“ so Robertson.

Aktien noch nicht abschreiben

In dem sich leicht eintrübenden Umfeld hat ein Engagement in einen ETF, der Titel aus Industrieländern weltweit einbezieht, viele Vorteile im Vergleich etwa zu Einzelengagements. Das Risiko ist breit gestreut, die Kosten der Fondshaltung sind niedrig, und der Anleger bleibt flexibel, kann jederzeit und unkompliziert seine Depotbausteine anpassen. Der iShares MSCI World UCITS ETF (WKN: A0HGV0) ist mit der erfolgreichste ETF in diesem Jahr, der den MSCI World-Index abbildet. Dieser wiederum bündelt Aktien von 23 Industrieländern weltweit. Mehr als 60 Prozent der Werte kommen aus den USA. Der Fonds im laufenden Jahr auf eine Rendite von knapp neun Prozent. Die Kosten liegen bei 0,50 Prozent pro Jahr.

iShares MSCI World UCITS ETF

WKN: A0HGV0 ISIN: IE00B0M62Q58
Kurs

36,49 €

Kosten (TER) 0,50 %
Fondsvolumen 4.332,17 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -3,39 %
Lfd. Jahr -0,23 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.