Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass sich nachhaltig geführte Unternehmen erfolgreicher schlagen, als Firmen, die diesen Aspekt vernachlässigen. Solche Anlagekonzepte stoßen denn auch auf zunehmende Nachfrage.
Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass sich nachhaltig geführte Unternehmen erfolgreicher schlagen, als Firmen, die diesen Aspekt vernachlässigen. Solche Anlagekonzepte stoßen denn auch auf zunehmende Nachfrage.

Die nachhaltige Kapitalanlage führt kein Nischendasein mehr. Immer mehr Anleger schauen neben den klassischen Kriterien einer Anlage, wie Rendite oder Risiko, auch darauf, ob die Emittenten ökologischen, sozialen und auf eine gute Unternehmensführung bezogenen Anforderungen anbieten. Nach Schätzung  der Organisation „Forum Nachhaltige Geldanlagen“ ist das Volumen an Finanzprodukten, bei denen auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden, 2017 in Deutschland auf knapp 157 Milliarden Euro angestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs im Vorjahresvergleich von rund 15 Prozent. Warum sind die Nachhaltigkeits-Anlagen neuerdings so beliebt? Einigen Anlegern dürfte daran gelegen sein, bestimmte Werte und Ziele mit der Kapitalanlage zu verknüpfen. Doch viele dürften auch davon ausgehen, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zu einer besseren Einschätzung der Risiken und Chancen einer Kapitalanlage führt und damit einen positiven Einfluss auf die Performance ausüben kann.

Ausschlaggebend ist ein hohes ESG-Rating

„Nachhaltigkeit“ bezeichnet per definitionem ein Wirtschaften, mit dem Bedürfnisse befriedigt werden, ohne zukünftigen Generationen die Lebensgrundlagen zu nehmen. Dies betrifft vor allem einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Dieser Begriff beinhaltet dabei nicht nur materielle Aspekte, wie etwa Umwelt, sondern auch soziale Komponenten wie Mitarbeiterrechte oder Aktionärsbeziehungen. Häufig spricht man auch von ESG-Standards (Environment, Social, Governance). Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass sich nachhaltig geführte Unternehmen erfolgreicher und schwankungsärmer entwickeln, als Unternehmen, die diese Aspekte nicht oder nur wenig berücksichtigen. So können etwa mit einem schonenderen Einsatz von Rohstoffen und anderen Ressourcen Kosten eingespart werden. Eine hohe Diversität unter den Mitarbeitern kann darüber hinaus dazu führen, dass das kreative Potenzial in der Breite genutzt und Geschäftsmöglichkeiten so besser austariert werden können. Ein weiterer Faktor kann sein, dass durch eine gute Corporate Governance Fehler bei der Unternehmensführung leichter verhindert werden können.

Fonds verfolgen verschiedene Ansätze

Investmentfonds, die unter Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten in Unternehmen investieren, verfolgen verschiedene Ansätze. Der MSCI USA Socially Responsible UCITS ETF (WKN: A1JA1S) beispielsweise konzentriert sich auf Unternehmen aus den USA, die ein hohes ESG-Rating von Agenturen aufweisen. Letztere werten anhand umfangreicher Prüfkataloge die von den Unternehmen publizierten Daten aus und vergeben Bewertungen für das Abschneiden bei den verschiedenen Nachhaltigkeitskriterien. Der Anteil eines Unternehmens im ETF ist auf fünf Prozent beschränkt. In diesem Jahr legte der Fonds um rund 7,5 Prozent zu, die Kosten belaufen sich auf 0,33 Prozent im Jahr.

MSCI USA Socially Responsible UCITS ETF

WKN: A1JA1S ISIN: LU0629460089
Kurs

93,31 €

Kosten (TER) 0,33 %
Fondsvolumen 606,80 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -2,85 %
Lfd. Jahr +6,63 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.