Start ETFs im Fokus Nebenwerte machen sich bezahlt

Nebenwerte machen sich bezahlt

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Viele ETF-Anleger setzen nur auf die großen Indizes. Das ist ein Fehler. Nebenwerte können eine gute Beimischung sein.

Wenn Anleger an ETFs denken, geht es dabei in der Regel um die großen Indizes wie den DAX, den S&P500 oder auch den Nikkei. Doch dieser Ansatz, auf gemessen an ihrer Marktkapitalisierung große Unternehmen zu setzen, zahlt sich nicht immer aus. Zwar sind die größten Unternehmen in der Regel auch die solidesten mit der besten Marktstellung, doch in puncto Rendite können Nebenwerte den etablierten Gesellschaften oftmals das Wasser reichen. Dies zeigt nun auch ein Performancevergleich, den der ETF-Anbieter WisdomTree unternommen hat. Demnach haben sich Nebenwerte 2015 besser entwickelt als die großen Indizes. Auch auf langfristige Sicht haben Nebenwerte die Nase vorn.

Nebenwerte reagieren auf regionale Ereignisse

„Die von Nebenwerten bisher im Jahr 2015 erzielten Wertsteigerungen haben nicht nur die breiter angelegten regionalen Benchmarks übertroffen. Sie haben selbst die üblichen Asset-Klassen überflügelt, auf die Anleger gern zurückgreifen, wenn sie ein weltweit diversifiziertes Portfolio aufbauen: Standardwerte und Nebenwerte aus den USA, den MSCI EAFE Index und den MSCI Emerging Markets Index, REITs, Emissionen des US-Schatzamtes, Unternehmensanleihen mit Investment Grade oder spekulativer Art, Rohstoffe und Gold“, schreibt Wisdom Tree. Die Experten glauben, dass Nebenwerte weniger stark an die globale Wirtschaft gebunden seien und daher sensibler auf Entwicklungen auf regionalen Märkten reagieren würden. Auch aus diesem Grund sollten Anleger Nebenwerte einsetzen, um ihre globalen Investments zu ergänzen.

Nebenwerte-ETF bringt 2015 20 Prozent Rendite

Der WisdomTree Europe SmallCap Dividend UCITS ETF (WKN: A14ND4) investiert in europäische Smallcaps, die zugleich eine hohe Dividendenrendite aufweisen. Die Gewichtung erfolgt nach fundamentalen Kriterien. Im laufenden Jahr brachte der Index Anlegern eine Rendite von 20,2 Prozent ein. Der maximale Drawdown lag bei 11,04%. Derzeit sind 38 Millionen Euro investiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,38%.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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