Wer auf fallende Kurse setzt, konnte sich in 2018 bisher eine goldene Nase verdienen.
Wer auf fallende Kurse setzt, konnte sich in 2018 bisher eine goldene Nase verdienen.

Was ist nur los mit dem Dax? Deutschlands wichtigster Aktienindex ist vergangene Woche erstmals seit April wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten gefallen, das Jahreshoch vom Januar ist nun rund 1.600 Punkte entfernt. Analysten der Baader-Bank meinen dazu, der Aktienmarkt habe nach wie vor vier Probleme: Der internationale Handelskrieg, die Gefahr einer „schmutzigen Scheidung der Briten von der EU“, die italienische Schuldenmisere und last but not least die Schwellenländerkrise. Allein in der vergangenen Woche verlor der Dax mehr als drei Prozent. Es fehlen im Augenblick einfach die überzeugenden Gründe für weiter steigende Kurse. Lediglich die Unternehmensgewinne entwickeln sich ordentlich. Berauschend wird das Börsenjahr 2018 nicht mehr, soviel kann zum jetzigen Zeitpunkt wohl mit Fug und Recht behauptet werden.

Dax-Short: Kommen Anleger auf ihre Kosten?

Schaut man auf die einzelnen Branchen, sind auf den ersten Blick zwei problembehaftete zu erkennen: Die Bankaktien Deutsche Bank und Commerzbank ( Zum Testbericht) sind weit von ihrer früheren starken Rolle entfernt, weswegen die Commerzbank ( Zum Testbericht) den Index auch noch in diesem Monat verlassen muss. Und die Autowerte, die die Diesel-Diskussion und die Angst vor Strafzöllen Amerikas unter Druck setzen. Die überwiegende Zahl der Dax-Aktien haben in diesem Jahr Verluste geschrieben. Auch die strukturtechnische Lage sieht nicht nach einer Aufhellung aus. Mehr als 70 Prozent der Anteilsscheine notieren sowohl unterhalb der 55- als auch unter der 200-Tagelinie, deshalb sollte von dieser Seite ein weiter zunehmender Abgabedruck nicht überraschen. Martin Utschneider, technischer Analyst bei der Privatbank Donner & Reuschel, warnt: Der Bereich um die 11.800, dem sich der Dax in der vergangenen Woche stark angenähert hatte, „ist nicht nur eine wichtige Unterstützung, sondern auch der Bereich wo der langfristige Aufwärtstrend seit 2009 verläuft“. Die 11.800-Punkte-Marke sei daher immens wichtig für das langfristige Chartbild.

Für Kurzfristige besonders geeignet

Kurzfristig orientierte Anleger können aus dieser Situation Kapital schlagen, indem sie einen ETF auswählen, der auf fallende Kurse setzt. Solch ein Indexfonds stellt bspw. der ComStage Short Dax TR UCITS ETF (WKN: ETF004) dar. Der ETF bildet die inverse Entwicklung des Dax ab. Das heißt, dass der ETF steigt, wenn der Dax fällt und andersherum. Aktuell sind rund 78 Millionen Euro in den Short-ETF investiert. Im laufenden Jahr steht ein Gewinn von über fünf Prozent zu Buche. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,30 Prozent.

ComStage Short Dax TR UCITS ETF

WKN: ETF004 ISIN: LU0603940916
Kurs

22,43 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 76,13 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -0,21 %
Lfd. Jahr +2,20 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.