Helikoptergeld in Japan
Schon bald könnte Helikoptergeld Japans Wirtschaft auf Touren bringen. Die Politik von Ministerpräsident Shinzo Abe erhält derweil Zuspruch.

Die expansive Geldpolitik Japans hat am vergangenen Wochenende Zustimmung erhalten. Bei den Oberhauswahlen erreichte die Regierungskoalition um Ministerpräsident Shinto Abe eine Zweidrittelmehrheit. Damit will Abe die Verfassung ändern und neue, weitreichende Reformen umsetzen. Sogar die pazifistische Ausrichtung Japans könnte verändert werden, glauben Beobachter. John J. Hardy, Währungsexperte der Saxo Bank rechnet dagegen damit, dass der Wahlausgang ein Potenzial für weitreichende Wirtschaftsreformen eröffnet. „Interessanterweise wird Ben Bernanke, ehemaliges Vorstandsmitglied der US-Notenbank, in dieser Woche nach Japan reisen und dort mit japanischen Regierungsangehörigen (unter anderem Premierminister Abe selbst) und mit Haruhiko Kuroda, dem Präsidenten der japanischen Nationalbank, zusammentreffen“, schreibt Hardy in einem Marktkommentar. Was Anleger jetzt zu Helikoptergeld in Japan wissen müssen.

Wirtschaftsstimulation durch Helikoptergeld in Japan

Als Folge dieses Treffens könnte Japan aus Sicht von Hardy eine neue Strategie der Wirtschaftsstimulation ausprobieren – Helikoptergeld in Japan. „Wenn Japan nichts tut, riskiert das Land den wirtschaftlichen Zusammenbruch aufgrund der Deflation. Zu viel Geld drucken, und Japan könnte sich plötzlich in einer schmerzhaften Inflation wiederfinden, wenn das geldpolitische Experiment nach hinten losgeht und das Helikoptergeld eher wie die Explosion eines Meth-Labors aussieht. Helikoptergeld ist auf jeden Fall ein neues Pferd im finanzpolitischen Stall, und noch dazu ein Exemplar, das die Inflation deutlich effektiver herbeiführen wird – selbst eine Inflation der zerstörerischen, finanziell repressiven Sorte“, schreibt der Währungsexperte.

Topix für japanische Standardwerte

Anleger, die daran glauben, dass neue geldpolitische Maßnahmen der Bank of Japan gepaart mit weitreichenden politischen Reformen das Ruder in Japan noch einmal herumreißen können, sollten sich den Amundi ETF Japan Topix UCITS ETF (WKN: A1J4TX) näher ansehen. Derzeit sind 651 Millionen Euro im ETF investiert, die Gesamtkostenquote liegt bei 0,48 Prozent.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.