Neuseeland-ETF : Paradiesische Renditen

Paradiesische Renditen

Immer mehr Investoren suchen nach Diversifikation außerhalb der Eurozone. Fündig werden sie auf der anderen Seite der Weltkugel mit einem Neuseeland-ETF.

Neuseeland ist noch immer für viele Europäer ein Land der Sehnsucht, mit überwältigenden Landschaften, viel Platz und Ruhe, sprichwörtlich ein Paradies. Doch das Land hat auch in ökonomischer Hinsicht viel zu bieten. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft der größte Wirtschaftszweig. Aber auch Banken und sog. Finance Companies, die sich auf Firmen-Finanzierung und den Immobiliensektor spezialisiert haben, spielen eine wichtige Rolle

Neuseeland glänzt dabei mit viel Dynamik und wenig Bürokratie. Nun hat die Weltbank festgestellt, dass es in keinem anderen Land der Welt einfacher ist, Geschäfte zu tätigen. In ihrem aktuellen „Doing Business 2017“-Bericht setzte die Weltbank Neuseeland auf Platz ein. Verdrängt wurde nach zehn Jahren an der Spitze als wirtschaftsfreundlichsten Standort der Welt der Stadtstaat Singapur. Deutschland kam in dem Ranking übrigens nur auf Platz 17.

Wirtschaft floriert, Geldpolitik hat noch nicht alle Mittel ausgeschöpft

Wenig verwunderlich floriert die neuseeländische Wirtschaft. Das Wachstum dürfte in diesem Jahr knapp drei Prozent betragen und damit die meisten Industrieländer überholen. Obwohl die Bevölkerung durch Zuwanderung wächst, ist die Arbeitslosigkeit mit gut 5 Prozent niedrig. Die Inflation liegt im Rahmen, die neuseeländische Notenbank hat also noch Spielraum, mit Zinssenkungen die Wirtschaft weiter anzukurbeln. Zumal die Reserve Bank of New Zealand zu den wenigen Zentralbanken unter den Industrieländern gehört, die die Zinssätze nach der globalen Finanzkrise angehoben haben.

Mit einem Neuseeland-ETF in die Region investieren

Einer der besten ETFs für den den neuseeländischen Markt ist der an der Nasdaq gelistete iShares MSCI New Zealand Capped ETF (CUSIP: 464289123). Investiert wird ausschließlich in neuseeländische Unternehmen. Den größten Anteil nimmt der Baustoffkonzern Fletcher ein. Danach folgen Unternehmen aus der Telekommunikations- und Gesundheitsbranche. Der ETF erzielte im laufenden Jahr eine Rendite von 15,49 Prozent bei Kosten von 0,47 Prozent. Der in Deutschland zugelassene db x-trackers – MSCI Pacific ex Japan Index UCITS ETF DR (WKN: DBX1AF) enthält 152 Large- und Mid-Cap Unternehmen aus dem pazifischen Raum (ohne Japan), darunter auch einige aus Neuseeland. Den Hauptteil nehmen freilich australische Firmen ein. Der ETF konnte in diesem Jahr ebenfalls einen überdurchschnittlich guten Gewinn von 7,61 Prozent erwirtschaften. Die Kostenquote liegt bei 0,45 Prozent im Jahr.

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.