Start ETFs im Fokus Öl-Investoren gewinnen Zeit

Öl-Investoren gewinnen Zeit

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Es mehren sich die Anzeichen, dass die militärische Intervention in Syrien mit Bedacht geplant wird. Für Öl-Anleger eine Chance.

Kriegsgefahr belastet die Börse. Das zeigte sich auch während der vergangenen Tage. Die Vorbereitungen eines Militärschlags gegen das Regime in Syrien als Vergeltungsaktion für den vermeintlichen Einsatz von Chemie-Waffen drückten auf die Kurse. Nun erscheint der bevorstehende Konflikt allerdings weniger dramatisch, als zunächst erwartet. Teilweise wird die abwartende Haltung Großbritanniens und der USA gar als Zurückrudern interpretiert. Inzwischen sieht es danach aus, als sollte Syriens Machthaber Assad nicht gestürzt, sondern lediglich bestraft werden. Und selbst mit dieser Bestrafung lassen sich die Protagonisten Zeit. Ein mögliches Eingreifen im Rahmen einer UN-Resolution könnten eine Eskalation verhindern und die Parteien langfristig gar an den Verhandlungstisch zwingen.

Vorerst keine Eskalation in Syrien

Analysten gehen davon aus, dass der Markt einen zeitlich begrenzten Militärschlag ohne große Auswirkungen auf den Nahen Osten bereits eingepreist hat. Weiteres Abwärtspotenzial zeigen die Finanzmärkte derzeit nicht. Als Indikator für die vorläufige Entspannung im Syrien-Konflikt gilt auch der Ölpreis. Öl der Sorte WTI gab zuletzt einen Großteil der Risiko-Aufschläge wieder ab. Für Anleger könnte diese Entspannung am Ölmarkt ein Einstiegssignal bedeuten.

Zuletzt positive Tendenz bei Brent

Unabhängig von den Geschehnissen im Nahen Osten gelang es der Ölsorte Brent zuletzt, wichtige charttechnische Widerstände zu überschreiten. Im Vergleich zur US-Ölsorte WTI reagierte Brent auch nicht so deutlich auf die jüngste Zurückhaltung der Vergeltungs-Allianz gegenüber Syrien. Diese relative Stärke könnte für Anleger ein Argument für einen Einstieg sein. Für Investoren aus dem Euro-Raum bietet sich ein gegenüber Schwankungen des US-Dollar abgesichertes Investment an. Der ETFS EUR Daily Hdg. Brent Crude (WKN: A1N3G1) leistet genau dies. Im laufenden Jahr erwirtschaftete der Index eine Nullrendite, legte zuletzt aber deutlich zu. Der Index bildet den Ölpreis der Sorte Brent nahezu eins zu eins ab. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,49 Prozent.

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