Kommt es bei Österreichs Leitindex ATX zum Gipfelsturm?
Kommt es bei Österreichs Leitindex ATX zum Gipfelsturm?

Von einer Herbstrally beim deutschen Leitindex DAX ist weit und breit keine Spur. Erfolgreicher schlägt sich sein Wiener Pendant, der ATX. Die robuste Konjunktur in der Alpenrepublik bildet ein sicheres Fundament.

Österreichs Wirtschaft weist eine deutlich höhere Dynamik auf als der Euroraum. Nach einer Verlangsamung im zweiten Quartal gewann das Wachstumstempo im dritten Quartal mit 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal wieder an Fahrt. Vor allem der florierende Außenhandel bescherte dem Land frischen Schwung. Doch genau die Exportabhängigkeit könnte auch zur Achillesferse werden, den die internationalen politischen Risiken und Handelsstreitigkeiten dürften auch die Alpenrepublik nicht verschonen. „Österreich ist über den Außenhandel in hohem Maße von der Entwicklung im Ausland und insbesondere im Euroraum abhängig“, konstatierten die Analysten der DZ Bank in einer aktuellen Länderstudie. „Eine Eintrübung der wirtschaftlichen Lage im Rest Europas dürfte die österreichischen Wirtschaft nicht unberührt lassen“.

Steuerreform als frischer Impulsgeber

Als Vorteil erweist sich jedoch die Nähe zu den aufstrebenden osteuropäischen Ländern, zu denen Österreich schon seit Langem wichtige Handelsbeziehungen aufgebaut hat und von deren überdurchschnittlichem Wachstum es profitiert. Auch die Regierung gibt sich wirtschafts- und unternehmensfreundlich. Von der für das kommende Jahr in Aussicht gestellten Steuerreform verspricht sich Wien einen wahren Katalysator-Effekt für die heimische Wirtschaft. Davon könnte auch die Börse profitieren. Experten wie Herbert Scherrer vom Vermögensverwalter WSS erwarten insbesondere von der geplanten Senkung der Körperschaftssteuer potenzielle Impulse für den österreichischen Aktienmarkt. „ATX-Unternehmen könnten dann wieder verstärkt in das Interesse von internationalen Investoren wecken“, so Scherrer. Dabei sieht der Vermögensverwalter durchaus Parallelen zum Aufschwung an der Wiener Börse in den Jahren 2003 bis 2007, auch damals sorgten Steuersenkungsmaßnahmen für einen deutlich stärkeres Interesse am heimischen Aktienmarkt.

Gutes Umfeld für Investoren

Scherrer zufolge liegen die Unternehmensbewertungen im Wiener Leitindex ATX noch deutlich unter dem internationalen Schnitt. „Dabei steigen die Unternehmensgewinne im ATX dieses Jahr um bis zu sieben Prozent, und die Dividendenrendite liegt im Durchschnitt bei 3,4 Prozent“, so der Fondsmanager. Aktuell sieht er daher ein sehr gutes Umfeld für Investoren. Diese können neben aktiv verwalteten Fonds, wie sie etwa der Linzer Vermögensverwalter WSS anbietet, auch mit einem ETF in österreichische Blue Chips investieren. Der ComStage ATX UCITS ETF (WKN: ETF031) bildet den österreichischen Leitindex eins zu eins ab. Der ATX besteht aus Einzelwerten unterschiedlicher Branchen. Im Vergleich zu seinem Frankfurter Pendant DAX verlor der ATX in diesem Jahr nur leicht an Wert. Die Kosten für den ETF belaufen sich auf 0,25 Prozent im Jahr.

ComStage ATX UCITS ETF

WKN: ETF031 ISIN: LU0392496690
Kurs

34,51 €

Kosten (TER) 0,25 %
Fondsvolumen 12,35 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -10,10 %
Lfd. Jahr -14,19 %
Mehr Infos zum: ComStage ATX UCITS ETF
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