Start ETFs im Fokus Palladiumpreis hat Potenzial nach oben

Palladiumpreis hat Potenzial nach oben

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Gold und Silber überzeugen derzeit weder charttechnisch noch fundamental. Ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis bietet hingegen Palladium.

Für Gold und Silber interessieren sich zurzeit nur wenige Anleger. Kein Wunder, denn die Preise der beiden Edelmetalle bewegen sich in Abwärtstrends und dürften in den kommenden Wochen kaum steigen. Anders ist die Situation bei Palladium, das zur Herstellung von Abgaskatalysatoren für Fahrzeuge mit Benzinantrieb benötigt wird. Dieses silber-weiß schimmernde Edelmetall könnte sich bald geringfügig verteuern. Schließlich dürfte die Palladium-Nachfrage in diesem Jahr deutlich steigen. Unabhängig davon wird das Angebotsdefizit 2015 voraussichtlich geringer ausfallen als im Vorjahr, weil das Angebot aus Südafrika zunehmen dürfte.

Überschaubares Verlustrisiko

Unter charttechnischen Aspekten relevant ist bei Palladium vor allem die 200-Tage-Linie bei 816,61 US-Dollar. Gelingt dem Preis der Ausbruch über diese gleitende Durchschnittslinie, wird ein Kaufsignal generiert. Ebenfalls von großer Bedeutung ist eine Unterstützung, die sich bei circa 760 US-Dollar befindet. Aktuell kostet eine Feinunze Palladium 787,25 US-Dollar. Das Verlustrisiko ist überschaubar, da die robuste Nachfrage den Preis zumindest stützen oder leicht nach oben treiben sollte.

Gute Wertentwicklung seit Jahresbeginn

Anleger, die auf einen Anstieg des Palladiumpreises spekulieren möchten, können in den ETFS Physical Palladium (WKN: A0N62E) investieren. Der Kurs dieses physisch besicherten ETCs ist seit Jahresbeginn um rund 12,4 Prozent gestiegen. Zurückzuführen ist diese gute Performance auf die Tatsache, dass dieser ETC nicht währungsgesichert ist. Deshalb können Anleger mit diesem Finanzprodukt von einer weiteren Abwertung des Euro in Relation zum US-Dollar profitieren. Die jährliche Gesamtkostenquote des ETCs beträgt 0,49 Prozent.

Martin Münzenmayer für www.extra-funds.de

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