Pharma-ETF: Prächtige Wachstumschancen in den Emerging Markets

Der Gesundheitsmarkt wächst zwar, in den Industrieländern aber nur in überschaubarem Rahmen. Pharmafirmen sollten sich stärker auf die Entwicklungsländer fokussieren, raten Experten. Hier bestehen glänzende Möglichkeiten. Wir stellen zwei Pharma-ETF vor.

Nach der Pressekonferenz von Donald Trump am Mittwoch vergangener Woche in New York herrscht im Pharmasektor Katerstimmung. Der kommende US-Präsident hat die Firmen auf dem Kieker und kaum ein gutes Haar an der Branche gelassen. Er schimpfte, die Medikamentenpreise seien viel zu hoch, er werde die Unternehmen einem stärkeren Wettbewerb aussetzen. In den Chefetagen der Firmen geht die Angst um:

 

Das heißt letztlich nichts anderes, als den Pharma-Herstellen ihre Preissetzungsmacht zu beschneiden. Sollte Trump seine Ankündigungen in die Tat umsetzen, drohen herbe Einbußen. Höchste Zeit also, über den Tellerrand zu schauen und über Alternativen nachzudenken. Nach Ansicht von Experten bieten die Emerging Markets für Pharmafirmen langfristig deutlich bessere Chancen als die entwickelten Länder. „Die traditionelle Sicht, dass Gewinn- und Rentabilitätssteigerungen im Pharmasektor nur in den Industrieländern möglich sind, gerät ins Wanken“, führt BMO Global Asset Management Associate Director Yo Takatsuki in einer aktuellen Markteinschätzung aus. „Denn während in den Gesundheitssystemen der Industrienationen Einsparungen im Vordergrund stehen, schießen die Ausgaben der Emerging Markets in diesem Bereich in die Höhe“.

Pharma-ETF: Große Chancen

Die Unternehmensberatung McKinsey rechnet damit, dass die Schwellenländer bis 2020 mit 190 Mrd. US-Dollar zusätzlichem Absatz zu einer der größten Wachstumsregionen für den Pharmavertrieb werden. Mit zunehmendem Wohlstand wächst in den Ländern auch die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen. Parallel mit dem steigenden Lebensstandard steigt das Risiko für damit verbundene Krankheiten wie Herzkrankheiten. Zudem altert in einigen Schwellenländern die Bevölkerung. Die privaten Ausgaben für die Gesundheit sind in Indien, Vietnam, Indonesien, den Philippinen und China in den vergangenen Jahren schon zweitstellig gewachsen. Freilich dürfen auch manche Risiken nicht unterschätzt werden. So könnten sich Gesetze in Schwellenländern schnell ändern, warnen Experten. Zudem seien Korruption, der schwache Schutz geistigen Eigentums sowie der schlechte Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen problematisch.

Zwei ETFs für den Pharmasektor

Auch wenn die Diskussion über zu hohe Arzneimittelpreise immer wieder hochkocht, sprechen die Wachstumschancen in vielen Regionen der Welt für den Pharma- und Healthcare-Sektor. Dazu sind die Aktien nach der leichten Korrektur im vergangenen Jahr derzeit recht günstig bewertet. Anleger, die über ein Engagement in diesem Bereich nachdenken, können sich den db x-trackers – MSCI EM Healthcare Index UCITS ETF (WKN: DBX0H3) genauer anschauen. Der Fonds bildet den MSCI Emerging Markets Healthcare-Index, der Sektor-Unternehmen aus Schwellenländern integriert, nahezu eins zu eins ab. Im noch jungen Jahr brachte der ETF eine Rendite von 0,68 Prozent ein. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,65 Prozent. Der Amundi ETF MSCI Europe Healthcare UCITS ETF (WKN: A0REJ2) hat die größten Pharma-Firmen aus dem Universum des MSCI Europe Index gebündelt. In diesem Jahr steht ein Gewinn von 1,79 Prozent zu Buche. Die Kosten sind günstig, sie liegen nur bei 0,25 Prozent im Jahr.

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AMUNDI ETF MSCI EUROPE HEALTHCARE UCITS ETF

WKN: A0REJ2 ISIN: FR0010688192
Kurs

228,40 €

Kosten (TER) 0,25 %
Fondsvolumen 33,89 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -4,55 %
Lfd. Jahr +1,47 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.