Die Wirtschaftslage in Polen lädt zum Feiern ein.
Die Wirtschaftslage in Polen lädt zum Feiern ein.

Ein Wirtschaftswachstum, das sich sehen lassen kann, beliebter Investitionsstandort. Deutschlands östlicher Nachbar wird immer attraktiver – auch für ETF-Anleger.

 Wer durch Polen reist, kann es mit eigenen Augen sehen: Allerorts wird gebuddelt, geteert, gebaut, vergrößert, verschönert. Unser Nachbarland erlebt einen wahren Bau- respektive Wirtschaftsboom. Heute ist das Land eine der dynamischsten Volkswirtschaften innerhalb der Europäischen Union. Die Beschäftigung wächst, die Arbeitslosenquote ist unter fünf Prozent gesunken. „Polens Wirtschaft wächst schnell, und das ohne erkennbare makroökonomische Ungleichgewichte“, erklärt Michail Diamantopoulos, Portfolio Manager bei Investec Asset Management. „Das Land trägt die Früchte einer glaubwürdigen und umsichtigen Geld- und Finanzpolitik“. Polens Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen – getragen von einem Anstieg des privaten Konsums und einem florierenden Außenhandel. „Auf der Außenseite ist die Leistungsbilanz ausgeglichen, und die Exporte wachsen schnell, vor allem im Dienstleistungssektor; ein Beweis für die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des gut ausgebildeten, lokalen Humankapitals“, betont Fondsmanager Diamantopoulos. „Polen hat sich im Jahr 100 nach seiner Unabhängigkeit als Wirtschaftsstandort etabliert“.

S&P erhöht Rating

Auf internationaler Bühne werden die ökonomischen und fiskalischen Fortschritte Polens honoriert. Die Ratingagentur S&P hat jüngst erst die Bewertung der langfristigen Schulden des Landes von BBB+ auf A- angehoben. Und dies obwohl die derzeitige PiS-Regierung nicht hoch im Kurs steht und für Unsicherheit bei internationalen Investoren sorgt. Vor allem der Vorstoß Warschaus, höhere Steuern für Banken einzuführen, verstörte. Knapp 60 Prozent des Kapitals im polnischen Bankensektor gehören ausländischen Institutionen. Banken und Versicherungen führen künftig jährlich 0,44 Prozent ihrer Bilanzsumme in den Haushalt ab. Polen hat damit die höchste Bankensteuer in der EU.

Günstiger Einstiegszeitpunkt für forsche Anleger

Dennoch bleibt das Land für Anleger hoch attraktiv. Die Genehmigungsverfahren für Neuprojekte sind kurz, die Arbeitskosten noch immer deutlich niedriger als im Westen. Das starke Wirtschaftswachstum spricht ohnehin für sich. Doch auch die polnische Aktienmarkt konnte sich den jüngsten Turbulenzen an den europäischen Börsen nicht entziehen und verlor ähnlich stark wie etwa der deutsche Markt. Mutige Anleger sehen die nun günstigen Kurse aber als ideale Einstiegsmöglichkeit. Neben aktiven Fonds, wie von Investec, können Anleger mit einem ETF auf polnische Aktien setzen. Der iShares MSCI Poland UCITS ETF (WKN: A1H5UP) bietet Zugang zu lokalen Titeln, die den Kriterien von MSCI für Größe, Liquidität und Freefloat-Marktkapitalisierung entsprechen. Der Fonds verlor in diesem Jahr um über 10 Prozent an Wert, auf Sicht von drei Jahren steht aber immer noch ein Gewinn von gut 12 Prozent zu Buche. Der Fonds kostet 0,74 Prozent an Gebühren im Jahr.

iShares MSCI Poland UCITS ETF

WKN: A1H5UP ISIN: IE00B4M7GH52
Kurs

17,38 €

Kosten (TER) 0,74 %
Fondsvolumen 69,57 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -2,03 %
Lfd. Jahr -13,35 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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