Start ETFs im Fokus Rendite rauf, Risiko runter

Rendite rauf, Risiko runter

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Low-Volatility-ETFs bieten ein besseres Rendite-Risiko-Profil als klassische ETFs.

Anleger, die ein Vermögen aufbauen wollen, müssen auf die Aktienmärkte setzen. Hierfür eignen sich vor allem ETFs. Denn diese bilden die Entwicklung von Aktienindizes genau ab und überzeugen mit niedrigen Verwaltungskosten. Beispielsweise beträgt die jährliche Gesamtkostenquote eines DAX-ETFs weniger als 0,20 Prozent.

Optimale Titelauswahl

Leider können die Kurse von klassischen ETFs auf Aktienindizes zeitweise stark schwanken, was die Nerven der Anleger strapaziert. Daher sollte man einen Blick auf Low-Volatility-ETFs (Minimum-Volatility-ETFs) werfen – sie punkten im Vergleich mit klassischen ETFs mit geringeren Kursschwankungen und einem besseren Rendite-Risiko-Profil. Zurückzuführen ist dies auf eine optimale Titelauswahl: In einen Low-Volatility-Index werden nur Aktien mit einer unterdurchschnittlichen Volatilität aufgenommen. Außerdem wird die Korrelation zwischen den einzelnen Anteilscheinen berücksichtigt, um das Gesamtrisiko des Kursbarometers gering zu halten. Ausgewählt werden die Titel für einen Low-Volatility-Index aus den Aktien, die in einem Leitindex wie zum Beispiel dem S&P 500 enthalten sind.

Deutlicher Performance-Unterschied

In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs des iShares-ETFs (WKN: A0MZWQ) auf den MSCI Europe um 0,1 Prozent gefallen. Mit dem iShares-ETF (WKN: A1KB2C) auf den MSCI Europe Minimum Volatility haben Anleger im selben Zeitraum eine Rendite von 10,2 Prozent erzielt. Der deutliche Performance-Unterschied beweist, dass Low-Volatility-ETFs eine interessante Alternative zu klassischen ETFs sind. Bedenken sollte man jedoch, dass ein Börsen-Crash auch die Kurse von Low-Volatility-ETFs drastisch nach unten drücken kann.

Martin Münzenmayer für www.extra-funds.de

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