Start ETFs im Fokus Risiko verringern mit einem Low-Volatility-ETF

Risiko verringern mit einem Low-Volatility-ETF

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SP500

Die Schwankungen des S&P 500 könnten 2014 zunehmen. Dies spricht für den Kauf eines Low-Volatility-ETFs.

Allen Grund zur Freude haben Anleger, die 2013 mit einem ETF auf den S&P 500 gesetzt haben. Denn der US-Leitindex ist im vergangenen Jahr um 29,6 Prozent gestiegen. Auch in den Jahren davon hatte sich der S&P 500 positiv entwickelt. 2014 könnte sich die Dynamik der Aufwärtsbewegung allerdings deutlich abschwächen. Im Durchschnitt gehen Analysten davon aus, dass der Index Ende dieses Jahres bei 1.890 Punkten und somit lediglich rund 52 Punkte über dem 2013er-Schluss-Stand notieren wird.

Unternehmensgewinne dürften steigen

David Kostin, der als Analyst für die US-Investmentbank Goldman Sachs arbeitet, erwartet bei den im S&P 500 gelisteten Titeln im Durchschnitt einen Anstieg des Gewinns je Aktie um acht Prozent. Kostin glaubt, dass der US-Leitindex bis zum Jahresende auf 1.900 Punkte klettern wird. Es gibt aber auch Pessimisten. Zu denen zählt Barry Bannister von der Investmentbank Stifel Nicolaus. Er geht davon aus, dass der S&P 500 in diesem Jahr auf 1.750 Punkte fallen wird, nachdem er in den zurückliegenden fünf Jahren um fast 170 Prozent gestiegen ist.

100 US-Aktien mit geringer Volatilität in einem Index

Natürlich kann niemand die künftige Entwicklung der Aktienmärkte exakt vorhersagen. Aber unabhängig davon dürften 2014 die Risiken bei vielen Marktteilnehmern für Nervosität sorgen, was sich in zunehmenden Kursschwankungen widerspiegeln dürfte. Vor diesem Hintergrund sollten vor allem konservative Anleger die weitere Entwicklung des amerikanischen Aktienmarktes aufmerksam beobachten und gegebenenfalls die Depotgewichtung der jeweiligen ETFs verringern. Alternativ dazu ist es auch möglich, einen klassischen S&P 500-ETF zu verkaufen und den Erlös in einen S&P 500 Low Volatility-ETF (WKN: A1J3PA) des ETF-Anbieters SPDR zu investieren. Diesem ETF liegt ein Index zugrunde, der die 100 S&P 500-Titel enthält, die die geringste Volatilität aufweisen. Gemessen wird die Volatilität anhand der Standardabweichung der täglichen Kursrendite der Aktien während der vorangegangenen 252 Handelstage. Die Gesamtkostenquote dieses voll replizierenden Indexfonds beträgt 0,35 Prozent.

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