Kupfer läuft seit Monaten auf Sparflamme.
Kupfer läuft seit Monaten auf Sparflamme.

Nicht nur an den Aktienbörsen, auch am Rohstoffmarkt wurde in den vergangenen Wochen von den Anlegern massiv Kapital abgezogen. Besonders hart hat es die gängigen Industriemetalle erwischt. So gaben die Preise für Zink, Kupfer und Nickel jeweils im deutlich zweistelligen Bereich nach, auch der Rohöl- und der Edelmetallbereich verzeichnete Einbußen. Allein in den letzten drei Monaten verlor der Wert von Gold zeitweise acht Prozent. Die Gründe der Preisentwicklungen mögen von Rohstoff zu Rohstoff unterschiedlicher Natur sein, dennoch stellt sich die Frage: Ist die Zeit starker Renditen bei den Commodities vorbei, oder sehen wir nur eine vorübergehende Talsohle? Aus Sicht von HSH Nordbank-Rohstoffanalyst Jan Edelmann ist der Rückgang auf zuletzt schwache Stimmungsindikatoren in den Schwellenländern sowie enttäuschende chinesische Konjunkturdaten wegen des internationalen Handelskonflikts zurückzuführen. Die Fundamentaldaten bei Industriemetallen hätten sich jedoch in den vergangenen Monaten deutlich besser entwickelt, als die Preisentwicklung vermuten ließe, und sollten sich auch weiterhin solide entwickeln. Bei Öl sei eine Zunahme der Produktions-Schwankungen zu erwarten, vor allem im Hinblick auf die Iran-Sanktionen, welche ab November dem Ölmarkt einige Schwierigkeiten bereiten dürfte, so Edelmann. Dies spreche wiederum für höhere Ölpreise.

Nur vorübergehende Schwäche

HSH Nordbank-Analyst Edelman schätzt die Schwäche bei Rohstoffen, sei es bei Industriemetallen oder Öl, nur als vorübergehend ein. Denn sollte sich der weltweite Handelskonflikt nicht weiter verschärfen oder sogar entspannen, dürften die Sorgen um eine Abkühlung der Weltwirtschaft abnehmen. Auch hätten die fiskal- und geldpolitischen Entscheidungsträger in China Maßnahmen angestoßen, die die Investitionstätigkeit erhöhten, was insbesondere dem Industriemetallmarkt zugute käme. „Höhere Infrastrukturausgaben, beispielsweise ins Stromnetz, dürften den Bedarf an Kupfer und Aluminium des weltgrößten Nachfragers Chinas erhöhen“. Und beim Edelmetall Gold hat die jüngste Verlustphase nun gewissermaßen zu einer erschwinglichen Kaufgelegenheit geführt.

Starke Performance voraus!

Rohstoffe sollten mit Blick auf die kommenden Monate, trotz der zuletzt enttäuschenden Entwicklung, ein attraktives Investment bleiben. Er gehe davon, dass Rohstoffe in den kommenden Monaten „die beste Performance unter den gängigen Anlageklassen liefern werden“, prognostiziert Analyst Edelmann. So sei in den kommenden Wochen wieder mit steigenden Ölpreisen zu rechnen. Auch bei Industriemetallen dürfte in den nächsten Monaten eine verstärkt positive Preisentwicklung zu beobachten sein. Nicht zu vergessen der Agrarbereich, wo die derzeitige Trockenheit im Norden der Welthalbkugel das Angebot verknappt und die Preise viele Agrarrohstoffe steigen lässt. Mit dem L&G All Commodities UCITS ETF (WKN:A2DQ7P) können Anleger in den Rohstoffmarkt investieren. Der dem ETF zugrunde liegende Bloomberg Commodity Index bietet Zugang zu Futures auf 20 Rohstoffe, aus den Bereichen Energie, Edelmetalle, Industriemetalle, Lebendvieh und Agrarrohstoffe. Der Fonds gewann in den vergangenen sechs Monats trotz jüngster Rückschläge knapp drei Prozent an Wert. Die Kostenquote liegt bei 0,30 Prozent.

L&G All Commodities UCITS ETF

WKN: ISIN: DE000A2DQ7P3
Kurs

8,76 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 27,85 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +1,90 %
Lfd. Jahr +0,54 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.