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Rohstoffe im Korb kaufen

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Rohstoffe sind am Boden. Doch für ein ausgewogenes Depot sind Agrarerzeugnisse und Metalle wichtig. Ein ETF bildet den gesamten Markt ab.

Rohstoffe notieren inzwischen so niedrig, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Vor allem Gold und auch Öl gaben zuletzt ab. „Überangebot, US-Zinswende und El Niño bleiben die drei großen Sorgenkinder der Rohstoffmärkte. Während Letzterer einige wenige Agrarrohstoffe stützte, sorgten die anderen für ein neues 16-Jahres-Tief des Bloomberg Rohstoffindex im Anschluss an die fünfte Verlustwoche in Folge„, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Auch Kupfer fiel zuletzt auf ein Fünfjahrestief.

Preiswende steht nicht unmittelbar bevor

Angesichts der vielfältigen Gründe für fallende Kurse und der negativen Trends bei vielen Rohstoffen ist eine kurzfristige Trendwende unwahrscheinlich. Anleger sollten Rohstoffe aber dennoch weiter im Blick behalten. Während die Aktienmärkte wieder in einem sicheren Fahrwasser zu sein scheinen, könnten sich Rohstoffe mittelfristig als Instrument zur Diversifikation anbieten. Während Rohstoffe heute schon viele Sorgen rund um die Weltwirtschaft einpreisen, könnte diese Anlageklasse während einer Rezession zu den ersten gehören, die sich wieder nach oben bewegen. In naher Zukunft sind steigende Preise allerdings nicht wahrscheinlich. Das bestätigt auch Ole Hansen mit Blick auf den Ölpreis: „Aufgrund des derzeitig negativen Momentums sehen wir Brent bei 43.25 USD pro Barrel in der Nähe des August-Tiefs von 42.23 USD und WTI bei 40 USD. Sollte das Überangebot auf den globalen Ölmärkten auch in 2016 bestehen bleiben, wie es die Opec voraussagt, dürfte sich eine Preiserholung weiter verzögern“, so der Rohstoffexperte.

Ein ETF für fast alle Rohstoffe

Anleger, die sich für Rohstoffe interessieren, sollten sich den RBS Market Access Rogers Int. Commodity UCITS ETF (WKN: A0JK68) vormerken. Der ETF bildet die Preisentwicklung sämtlicher Rohstoffe ab und glättet so individuelle Risiken einzelner Rohstoffe. Derzeit sind knapp 130 Millionen Euro in den ETF investiert. Im laufenden Jahr gab der ETF 11,7 Prozent ab. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,7 Prozent.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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