Warum nicht auf steigende Rohstoffnotierungen setzen? Aus Sicht von Experten sind Commodities attraktiv bewertet. Neben aktiven bieten sich passive Fonds zum Einstieg an.
Experten rechnen damit, dass Rohstoffe Fahrt aufnehmen.

In Zeiten von Handelskriegen, politischen Unwägbarkeiten jeglicher Couleur und einer Normalisierung der Geldpolitik ist ein Engagement am Finanzmarkt keine einfache Angelegenheit. Für Aktionäre wird der Wind rauer, was die jüngsten Ausschläge der Aktien- Devisen- und Anleihekurse anschaulich zeigen. Dagegen ist die Lage an den Commodity-Märkten vorhersehbarer. In der jüngsten Zeit sind viele Rohstoffpreise – abgesehen vom Metallbereich kräftig angezogen. Per Ende April hat Rohöl etwa zweistellig zugelegt. Das weckt Interesse bei Investoren. Zu Recht, findet Fabien Weber, Portfolio Manager bei GAM Investments. Ihm zufolge könnte sich ein Investment in Rohstoffe zum jetzigen Zeitpunkt durchaus lohnen: „Die verbesserten Fundamentaldaten deuten darauf hin, dass sich die Rohstoffe einem optimalen Umfeld nähern, das auch in den nächsten Jahren noch anhalten könnte“, sagt Weber.

Wenn die Wirtschaft wächst, steigen die Preise

Anders als bei den meisten Anlageklassen beruhen Rohstoffpreise laut dem Fondsexperten nicht auf den abgezinsten zukünftigen Gewinnen, sondern auf dem aktuellen Wirtschaftsumfeld. „In der Regel ziehen Rohstoffe in einer späteren Phase des Zyklus an. Diese Zyklizität wird von der Angebots- und Nachfragedynamik und ihrem Bezug zur Verfassung der Weltwirtschaft angetrieben. Wenn die Wirtschaft wächst, werden mehr Rohstoffe verbraucht, die Lagerbestände sinken und die Preise steigen. Obwohl die Welt in den vergangenen Jahren von einer langen Phase des globalen Wachstums profitierte, ließ der daraus resultierende Auftrieb für die Rohstoffe bisher auf sich warten“, erläutert Weber. Aus Sicht von GAM sind Rohstoffe derzeit insgesamt sehr attraktiv bewertet. Nur in wenigen Fällen, wie bei Palladium, befänden sich die Preise nahe an ihren Allzeithochs.

ETFs als Alternative zu aktiv gemanagten Fonds

Anleger sollten sich darüber bewusst sein, dass sich Rohstoffe unterschiedlich entwickeln. Nicht alle Rohstoffarten befinden sich zur gleichen Zeit im Defizit oder in einem Überschuss. Die GAM-Experten empfehlen daher einen aktiven Anlageansatz. Als transparente und kostengünstige Alternative bieten sich freilich auch ETFs an, beispielsweise der ComStage CBK Commodity ex-Agriculture Monthly EUR Hedged UCITS ETF (WKN: ETF099). Der Commerzbank ( Zum Testbericht) Commodity ex-Agriculture Monthly EUR Hedged Index bündelt die wichtigsten Rohstoffe aus den Subkategorien Energie, Edelmetalle und Industriemetalle. Besonderheit ist hier die zusätzliche monatliche Währungsabsicherung des Euro-US-Dollar-Verhältnisses, womit Wechselkursbewegungen weitestgehend neutralisiert werden. Sämtliche Indexkomponenten sind anfänglich jeweils mit 8,33 Prozent gewichtet. Das Fondsvolumen beträgt 231 Millionen Euro, im laufenden Jahr erzielte der ETF eine Rendite von 2,10 Prozent, im letzten Quartal sogar knapp fünf Prozent, bei einer Kostenquote von 0,35 Prozent im Jahr.

ComStage CBK Commodity ex-Agriculture Monthly EUR Hedged UCITS ETF

WKN: ETF099 ISIN: LU1275255799
Kurs

61,20 €

Kosten (TER) 0,35 %
Fondsvolumen 333,30 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -5,23 %
Lfd. Jahr -8,88 %

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.