Russland-ETF- Moskauer Börse auf Rekordjagd

Russland-ETF: Moskauer Börse auf Rekordjagd

Russlands hohes Zinsniveau macht das Land für Währungsgeschäfte attraktiv, die Wirtschaft findet aus der Rezession, die Zuversicht auch an der Börse steigt. Anleger können von diesem positiven Trend mit einem Russland-ETF profitieren.
Russlands Wirtschaft erholt sich weiter von der Rezession der Jahre 2014 und 2015. Im vergangenen Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwar nochmals um 0,4 Prozent im Jahresvergleich. Doch der Rückgang fiel deutlich geringer aus als in den Vorquartalen und vom Markt erwartet. Für das Gesamtjahr erwartet die russische Regierung einen BIP-Rückgang um 0,5 Prozent. 2017 soll es mit einem Plus von einem Prozent schon wieder aufwärtsgehen. Auch politisch deutet sich mit der Wahl von Donald Trump zum kommenden US-Präsidenten Tauwetter an. Der russland-freundliche Trump könnte seinen Beitrag leisten, das seit der Ukraine-Krise vom Westen gemiedene Land wieder hoffähiger zu machen. So ist jedenfalls ein Abbau der westlichen Wirtschaftssanktionen mit Trump wahrscheinlicher als unter der jetzigen Obama-Administration.

Russische Leitindizes legen gegen den globalen Trend zu

An der Börse in Moskau zeigen sich die Anleger schon länger zuversichtlich. Der Leitindex Micex, der die 50 größten in Rubel notierten russischen Konzerne integriert, hat nach der US-Wahl eine neue Bestmarke erreicht und hält seitdem das hohe Niveau. Auch der zweite Leitindex RTS legte zuletzt entgegen dem globalen Trend zu. Der RTS bildet die Entwicklung der wichtigsten in Dollar gehandelten russischen Titel ab.

 

Auch der Rubel hat sich stabilisiert und reagiert inzwischen abgeklärter auf die Schwankung des Ölpreises.

Outperformer Stahl- und Energiewerte

Zu den größten Gewinnern an der Moskauer Börse zählten zuletzt Aktien aus der Stahlbranche. Die Produzenten legten stark zu, weil sich die Aussichten am Weltmarkt aufhellten und die Firmen höhere Preise an die Kunden weiterreichen konnten. Auch für die Energie- und Finanzdienstleister verbesserte sich die Lage. Mit dem LYXOR UCITS ETF RUSSIA (Dow Jones Russia GDR) (WKN: LYX0AF) kann sich der Anleger diversifiziert auf dem russischen Markt engagieren. Der Index bildet etwa 82 Prozent der gesamten russischen Marktkapitalisierung ab. Dabei decken die sich als Outperformer glänzenden Sektoren Stahl, Energie und Finanzen mehr als drei Viertel der im ETF integrierten Unternehmen ab. Den Rest machen Konsumgüter und IT-Titel aus. Der Lyxor-ETF blickt auf eine Wertentwicklung von 28,80 Prozent im laufenden Jahr zurück. Die Kosten von 0,65 Prozent sind dabei vernachlässigbar.

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.