Start ETFs im Fokus Schweizer Aktien: Qualität hat ihren Preis

Schweizer Aktien: Qualität hat ihren Preis

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Schweizer Blue Chips sind etwas höher bewertet als die deutschen Standardwerte. Dennoch dürfte es sich langfristig lohnen, mit einem ETF auf den Aktienmarkt des Alpenstaates zu setzen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Kennzahl im Bereich der Fundamentalanalyse. Allerdings sollten Anleger das KGV nicht überbewerten. Denn es gibt Aktienmärkte, die traditionell relativ hoch bewertet sind – einer davon ist der Schweiz. Basierend auf den Gewinnschätzungen von Analysten für 2013 errechnete sich Mitte Mai für die im SMI gelisteten Titel ein KGV von rund 14. DAX-Titel punkten hingegen mit einem durchschnittlichen 2013er-KGV von etwa 11.

Überzeugendes Wirtschaftswachstum

Dass Schweizer Titel keine Schnäppchen sind, ist vor allem auf die robuste Konjunktur des Alpenlandes zurückzuführen. Tatsächlich steht die Schweiz in puncto Wirtschaftsperspektiven wesentlich besser da als die meisten anderen europäischen Nationen. Im ersten Quartal 2013 ist das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr prognostizieren Volkswirte ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. Und im nächsten Jahr erwarten sie sogar eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent. Angetrieben wird das Wachstum in der Schweiz zurzeit vor allem durch den privaten Konsum, die Bauinvestitionen und den Außenhandel.

Ziemlich wenige Arbeitslose

Besonders positiv zu werten ist die niedrige Arbeitslosenquote in der Schweiz. Mit 4,6 Prozent lag sie Ende März deutlich unter der Quote der Europäischen Union von 11,4 Prozent. Bei der Jugendarbeitslosigkeit ist der Unterschied noch größer: Hier lag die Erwerbslosenquote in der Schweiz per 31. März mit 8,3 Prozent deutlich unter der Quote der Europäischen Union von 24,1 Prozent.

SMI notiert fast 2.000 Punkte unter seinem Allzeithoch

Zurzeit notiert der Schweizer Leitindex SMI circa elf Prozent höher als Anfang 2013. Zudem bewegt sich der Index in einem intakten Aufwärtstrend und der Abstand zur bei 7.293 Punkten verlaufenden 200-Tage-Linie beträgt mehr als 300 Punkte. Aus Anlegersicht interessant ist auch, dass der SMI rund 2.000 Punkte unter seinem Allzeithoch vom 4. Juni 2007 (9.548,09 Punkte) notiert. Sofern sich die Stimmung an den Aktienmärkten nicht nachhaltig eintrübt, könnte der SMI langfristig um etwa zehn Prozent steigen. Vor diesem Hintergrund bietet sich ein vom Bankhaus Credit Suisse aufgelegter ETF (WKN: 935568) auf den SMI als Depotbeimischung an. Die Gesamtkostenquote dieses vollständig replizierenden ETFs beträgt 0,39 Prozent.

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