Start ETFs im Fokus Schwellenländer als antizyklisches Investment

Schwellenländer als antizyklisches Investment

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Schwellenländer als antizyklisches Investment
Schwellenländer sind bei Anlegern unbeliebt. Grund genug, sich den Markt genauer anzusehen!

An den Märkten macht sich Unsicherheit breit. Vor allem der DAX wirkt charttechnisch angeschlagen. Ein Markt, der aufgrund der Entwicklung der vergangenen Jahre noch günstiger zu sein scheint, sind Unternehmen aus Schwellenländern. Morgan Harting, Portfolio Manager der Fondsgesellschaft AB Global, sieht Schwellenländer-Aktien bereits seit mehr als drei Jahren unter Druck: „Für EM-Aktien waren die letzten fünf Jahre schwierig. Ihre Gesamtrendite war über diese Zeitspanne negativ; im Gegensatz dazu legten Aktien aus Industrieländern im selben Zeitraum um mehr als 60 Prozent zu. Anleger zogen Kapital aus EM-Aktien ab – allein in diesem Jahr mehr als 60 Milliarden USD. Infolgedessen sind die meisten Anleger in einem Markt untergewichtet, in dem pauschales Verkaufen den Bewertungsabschlag gegenüber Industrieländeraktien auf nahezu historische Höchststände getrieben hat“, so der Fondsmanager in einer Pressemitteilung.

Unsicherheit in Schwellenländer bleibt

Neben weiteren Wachstumsimpulsen aus Industrieländern könne auch die immer stärker werdende chinesische Binnenkonjunktur für steigende Kurse in Schwellenländern sorgen. Harting rät aufgrund des Marktumfeldes dazu, auf ausgewählte Titel aus Schwellenländern zu setzen und gleichsam einen aktiven Anlagestil zu verfolgen. Insbesondere die Rolle der Notenbanken könne 2016 für Unsicherheit und Kursausschläge sorgen.

 

Ossiam: Mit Minimum Variance das Risiko mindern

Anleger, die auf die Expertise aktiv agierender Fondsmanager verzichten wollen und eine kostengünstige Anlageform suchen, können sich den Ossiam Emerging Markets Minimum Variance (WKN: A1JPU9) genauer ansehen. Der Index wählt liquide Aktien mit einer hohen Marktkapitalisierung aus Schwellenländern aus, die geringe Schwankungsbreiten aufweisen und dennoch den Gesamtmarkt möglichst exakt abbilden. Derzeit sind 113 Millionen Euro investiert. 2016 gab der ETF bislang 6,1 Prozent ab. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,75 Prozent.

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