Schwellenländer sind robust aufgestellt, glauben Experten. Selbst ein stärkerer Dollar sollte den Markt für Unternehmensanleihen nicht unter Druck bringen.
Schwellenländer sind robust aufgestellt, glauben Experten. Selbst ein stärkerer Dollar sollte den Markt für Unternehmensanleihen nicht unter Druck bringen.

In den USA ist der Zinserhöhungszyklus in vollem Gange. Positive Arbeitsmarktdaten und eine anspringende Inflation sprechen für weiter steigende Leitzinsen in der größten Volkswirtschaft der Welt. Dies führt tendenziell eher dazu, dass der US-Dollar gegenüber anderen Währungen aufwertet. Für Schwellenländer oder Unternehmen aus Schwellenländern, die sich in Dollar verschuldet haben, kann dies zu einem Problem werden. Für Tilmann Galler, globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, muss sich die Geschichte dieses Mal aber nicht wiederholen: „Bislang galt es in der Weltwirtschaft fast als Naturgesetz, dass steigende US-Zinsen ein großes Risiko für die Volkswirtschaften der Emerging Markets darstellen – doch diese Gesetzmäßigkeit lässt sich aktuell widerlegen“, so Galler. Der Kapitalmarktstratege verweist darauf, dass sich die Leistungsbilanzsituation vieler Schwellenländer verbessert habe und es zunehmend mehr Anleihen in Lokalwährungen gebe.

Schwellenländer: Die Rahmenbedingungen stimmen weiter

„Seit der Asienkrise haben sich in zahl­reichen Ländern lokale Anleihenmärkte entwickelt, die inzwischen mehr als 80 Prozent des handelbaren Anleihenuniversums vor Ort aus­machen. Die direkte Abhängigkeit von den US-Zinsen ist aus diesem Grund deutlich gesunken“, betont Galler. Weiterhin seien die Risiken von Schwellenland zu Schwellenland teilweise sehr verschieden verteilt. „Solange der Wachstumsausblick für die Wirtschaft und die Gewinne der Unternehmen gesund sind, werden ausländische Kapitalgeber erfahrungsgemäß weiterhin bereit sein zu investieren“, konstatiert Galler.

190 Anleihen in einem ETF

Während Anleihefonds aus dem Hause J.P. Morgan stark selektiv vorgehen und neben Anleihen in US-Dollar mitunter auch auf Lokalwährungen setzen können, ist der Xtrackers II USD Asia ex Japan Corporate Bond UCITS ETF (WKN: DBX0QJ) einfacher gestrickt und fokussiert sich auf Unternehmensanleihen aus Asien in US-Dollar. Den größten Anteil im Index nehmen mit 58,74 Prozent Papiere aus China ein, gefolgt von Hongkong (7,28%) und Indonesien (7,01%). Insgesamt sind 190 Anleihen mit einer mittleren angepassten Duration von 4,89 Jahren im Index. 66,18 Prozent der Papiere verfügen über das Rating A. Im laufenden Jahr legte der ETF um 0,36 Prozent zu. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,30 Prozent.

Xtrackers II USD Asia ex Japan Corporate Bond UCITS ETF

WKN: DBX0QJ ISIN: LU1409136006
Kurs

100,08 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 16,27 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +2,87 %
Lfd. Jahr +3,29 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.