Aktien aus Südafrika und Brasilien verloren seit Jahresbeginn zweistellig. Für langfristig agierende Anleger bieten sich so gute Einstiegschancen bei Schwellenländer-ETFs.

Statt in Panik zu verfallen, können Investoren über antizyklische Investments in Schwellenländer nachdenken. Wir stellen einen ETF vor.

Schwellenländer stehen bei vielen Anlegern aktuell im Fokus. Die Unruhe an den Märkten drängt viele Privatanleger eher auf die Seite der Verkäufer. Doch ist die Lage wirklich so schlecht? Für die Experten des Vermögensverwalters Laureus AG Privat Finanz liegen die Probleme in erster Linie in der Türkei und Argentinien. „Die Krisen in diesen beiden Staaten schwappen bereits auf andere Schwellenmärkte über und ziehen diese in Mitleidenschaft. Die größte Befürchtung der Märkte: Ein Handelsstreit, der sich zu einem Handelskrieg entwickelt und  nicht nur in einer ausgeprägten Schwellenländerkrise, sondern in einer globalen Rezession mündet“, fassen die Experten von Laureus zusammen.

Schwellenländer sind robuster geworden

Trotzdem sollten Investoren nicht in Panik verfallen. Zwar bestehen Risiken, doch könnten Anleger angesichts der jüngsten Korrektur sogar über antizyklische Investments in Schwellenländern nachdenken. Wertschwankungen müssten dann aber wohl in Kauf genommen werden, so Laureus. „Viele der aufstrebenden Volkswirtschaften haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, zahlreiche Reformen auf den Weg gebracht, ihre Währungsreserven erhöht und sind somit auch weniger anfällig geworden, wenn es in anderen Regionen der Welt rumort“, so die Vermögensverwalter von Laureus und verweisen auf den immer größeren Anteil von Schwellenländern an der weltweiten Wirtschaftsleistung. „Emerging-Markets-Investments bieten für Anleger weiterhin interessante Möglichkeiten im Sinne des langfristigen Vermögensaufbaus und sollten daher in einem breit diversifizierten Depot einen Platz zur Beimischung haben“, konstatieren die Experten.

Schwellenländer-ETF zur Depotbeimischung

Wie Schwellenländer einem Depot konkret beigemischt werden können, obliegt den Präferenzen der Investoren. Eine interessante Möglichkeit sind ETFs. Zwar obliegen ETFs in der Regel stärkeren Schwankungen, doch fällt dies langfristig nicht so stark ins Gewicht. Der Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF (WKN: ETFL34) bildet den beliebten Schwellenländer-Index nahezu eins zu eins ab. Mit dabei sind mehr als 700 Unternehmen aus 25 Ländern. Im laufenden Jahr ging es für den ETF um 8,85 Prozent nach unten. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,65 Prozent.

Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF

WKN: ETFL34 ISIN: DE000ETFL342
Kurs

36,21 €

Kosten (TER) 0,65 %
Fondsvolumen 29,05 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +1,10 %
Lfd. Jahr -9,25 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

Weitere Informationen zum Thema Schwellenländer erhalten Sie im Anlageleitfaden Emerging Markets.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.