Small-Caps bieten höhere Chancen als Largecaps.
Klein ist gleich riskant? Nicht so während der vergangenen Jahre, wie eine aktuelle Studie zeigt. Ein Index bündelt geeignete Unternehmen.

Wie eine Studie des Investmenthauses La Financière de L’Echiquier belegt, haben Small- und Midcaps während der vergangenen drei Jahre ein besseres Risikoprofil gezeigt, als Largecaps. „Die Volatilitätsniveaus der Small- & Mid-Caps und der Large-Caps haben sich umgedreht. Die Aktien großer Firmen zeigten mit durchschnittlich 13 Prozent eine höhere Volatilität als die Aktien von kleineren und mittleren Firmen“, schreiben die Experten. „Zudem war der Maximum Drawdown, also der maximal kumulierte Verlust in dieser Zeit bei Large-Caps mit durchschnittlich -13 Prozent höher als bei bei Mid-Caps (-11 Prozent), Small-Caps (-8 Prozent) oder Micro-Caps (-7 Prozent).

Mit Small-Caps mehr Rendite bei weniger Risiko?

Dies ist vor allem deswegen interessant, weil die Marktkapitalisierung auch Hinweise auf die Chancen einer Aktie gibt. Die Finanzmarktforschung geht davon aus, dass Titel mit geringerer Marktkapitalisierung höhere Chancen bieten, als Largecaps. Das liegt an der Annahme, dass innovative Produkte und sonstige unternehmerische Entwicklungen bei kleinen Unternehmen stärker ins Gewicht fallen als bei großen Gesellschaften. Würde die Renditeannahme der Finanzwissenschaft auf den jüngsten Trend zu geringeren Risiken treffen, könnten Anleger bei geringeren Risiken mit kleineren Unternehmen höhere Renditen erzielen.

Innovativer Index auf deutsche Nebenwerte

Investoren, die gezielt auf kleinere Unternehmen bauen möchten, sollten sich den CFS – db x-trackers Mittelstand & MidCap Germ. UCITS ETF (WKN: A1T795) einmal genauer ansehen. Wie die Studie von  La Financière de L’Echiquier zeigt, schnitten deutsche Midcaps während der vergangenen Jahre im Bereich der Rendite am besten ab, zeigten aber auch höhere Volatilitäten. Der Index bildet die Wertenwicklung der 70 größten deutschen mittelständischen Unternehmen ab und vereint Titel aus MDAX, TecDAX und SDAX auf sich. Aktuell sind 46 Millionen Euro investiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,4 Prozent.

Jetzt für den wöchentlichen ETF-Newsletter anmelden.

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.