Kleine Unternehmen denken langfristiger und besetzen oftmals interessante Nischen. Ein ETF deckt den Sektor fast so gut ab, wie aktive Strategien.
Small-Caps haben laut Experten die Nase vorn.

Nach Ansicht der Marktexperten der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle werden die Wettbewerbsvorteile kleiner Unternehmen gegenüber Large Caps am Aktienmarkt unterschätzt. „Kleinere Unternehmen sind tendenziell unternehmerischer als ihre größeren Wettbewerber und auf spezielle Marktnischen fokussiert“, schreibt Mark Heslop, Aktienfondsmanager bei Columbia Threadneedle, in einem aktuellen Kommentar. „Der höhere Anteil eigentümergeführter Unternehmen im Small-Cap-Segment sowie die flexibleren Organisationsstrukturen führen zu einer langfristig besseren Kapitalallokation in wertschaffende Investitionen.“ Hinzu komme, dass der Markt bei Small-Caps weniger effizient sei, was zu Unterbewertungen führen könne. „Kleinere Unternehmen werden von den Analysten – und Medien – generell weniger intensiv beobachtet. Dadurch haben Investoren weniger Einblick in ihre Geschäftsmodelle und Unternehmenskultur sowie ihr Ertragspotenzial. Das eröffnet attraktive Anlagechancen für kompetente Investoren, die in der Lage sind, fehlbepreiste Wertpapiere zu identifizieren“, so Heslop.

Smallcaps punkten bei der Unternehmensführung

Als weiteren Faktor nennt der Anlageexperte, dass sich bestimmte Marktnischen nur mittels Small-Caps effizient abbilden ließen. Wer beispielsweise wegen einer neuen Technologie investieren will, kommt um kleine Unternehmen kaum herum, da Largecaps neben innovativen Themen immer auch ein „Brot-und-Butter-Geschäft“ betreiben. Aus diesen Gründen haben Small-Caps langfristig gesehen gegenüber Standardwerten die Nase vorn. Die Experten von Columbia Threadneedle bescheinigen dem MSCI World Small Cap Index gegenüber dem MSCI World zwischen 1998 und Ende 2017 eine kumulierte Überrendite von 143 Prozent. „Angesichts der oben beschriebenen Merkmale von Small-Caps – wie ihrer besseren Wachstumsaussichten sowie ihrer unternehmerischen und fokussierteren Unternehmensführungen – spricht unserer Ansicht nach alles dafür, dass sich dieser Trend künftig fortsetzen wird“, so Heslop.

Aktiv oder passiv – Anleger haben die Wahl

Während Mark Heslop mit seinem Fonds Small-Caps auf Herz und Nieren prüft und so eine aktive Auswahl vornimmt, bilden ETF-Investoren mit Produkten wie dem ComStage S&P SmallCap 600 UCITS ETF (WKN: ETF123) den Markt passiv ab. Bestimmte Zukunftstechnologien werden auf diese Weise nicht aktiv selektiert, aber passiv gemäß ihrem Index-Gewicht abgebildet. Der ETF büßte im laufenden Jahr zwar 3,8 Prozent ein, zeigte aber zuletzt wieder eine positive Tendenz. Aktuell sind 61 Millionen Euro investiert. Mit dabei sind rund 600 Aktientitel aus den USA, die insgesamt lediglich 3,44 Prozent der Streubesitzmarktkapitalisierung abdecken. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,35 Prozent.

ComStage S&P SmallCap 600 UCITS ETF

WKN: ETF123 ISIN: LU0392496005
Kurs

44,60 €

Kosten (TER) 0,35 %
Fondsvolumen 82,41 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +1,42 %
Lfd. Jahr +14,20 %
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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das ETF EXtra-Magazin.