Start ETFs im Fokus So nehmen Anleger Risiko aus dem Depot

So nehmen Anleger Risiko aus dem Depot

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Während der Feiertage wollen auch Anleger mal abschalten. Grund genug, spekulativ ausgerichtete Depots abzusichern.

Die Jahresend-Rally scheint in diesem Jahr auszufallen. Die Märkte bleiben auch in den letzten Wochen des Jahres schwer berechenbar. Grund genug für Anleger, vor den anstehenden Feiertagen und dem möglichen Urlaub das Risiko aus dem Depot zu nehmen. Wer bereits ein ausgewogenes Portfolio hat, das sowohl aus Aktien als auch aus Anleihen aus verschiedenen Regionen besteht, der kann Kursschwankungen eher aussitzen. Wer allerdings einen regionalen Fokus auf Aktien gesetzt hat und eher chancenorientiert investiert, der sollte sein Risiko aktiv kontrollieren.

Märkte bleiben nervös

Neben einem zeitweisen Verkauf von ETF-Anteilen gibt es auch die Möglichkeit, ein Depot mittels Gegenpositionen gegen fallende Kurse abzusichern. Solche Gegenpositionen federn Verluste ab, schmälern im Gegenzug aber auch die Gewinne, sollte der Markt steigen. Aus diesem Grund sollten Absicherungspositionen mit Bedacht gewählt werden und nicht zu groß ausfallen. Für den Anleger können sie die Rolle einer Versicherung spielen, ein Investment in eine Absicherungsposition sollte demnach in etwa in Höhe einer üblichen Versicherungsprämie ausfallen.

Absicherungsinstrument auf den DAX

Viele Anleger aus Deutschland haben einen starken Schwerpunkt auf deutschen Standardwerten gesetzt. Um ein solches Depot gegen fallende Notierungen abzusichern, bieten sich ETFs wie der db x-trackers ShortDAX x2 Daily UCITS ETF (WKN: DBX0BY) an. Das Produkt hebelt die inverse Entwicklung des DAX doppelt. Das heißt: Fällt der DAX um einen Prozentpunkt, legt der ETF zwei Prozentpunkte zu.

Wohl überlegt taktisch einsetzen

Anleger sollten in dieser Funktionsweise weniger einen Rendite-Turbo sehen, denn ein attraktives Finanzierungsinstrument – durch den Hebel fällt der Kapitaleinsatz deutlich geringer aus. Im laufenden Jahr spielte der ETF einen Verlust von etwas mehr als 15 Prozent ein – diese Entwicklung zeigt, dass ein solches Produkt taktisch, also zeitweise eingesetzt werden sollte. Derzeit stecken rund 80 Millionen Euro im ETF. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,4 Prozent.

von Nico Popp

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