South Africa-ETF: Aufbruchsstimmung liegt in der Luft
Die politische Krise hat mit dem Rücktritt von Staatschef Zuma ein vorläufiges Ende gefunden. Nun könnte es auch wirtschaftlich wieder aufwärts gehen.

Die Finanzmärkte in Südafrika haben vergangene Woche den Rücktritt von Staatschef Jakob Zuma mit Erleichterung aufgenommen. Die wichtigsten Leitindizes am Aktienmarkt des Landes sprangen in einer ersten Reaktion deutlich an und die Landeswährung Rand stieg temporär zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit drei Jahren. Auch die Zinsen auf Staatsanleihen gaben nach. Der von Korruptionsvorwürfen stark unter Druck geratene Staatschef war mit seinem Amtsverzicht einem Misstrauensvotum im Parlament zuvorgekommen. Für Experten hat der Stabwechsel von Zuma hin zu seinem Nachfolger Cyril Ramaphosa fast schon epochale Auswirkungen. „Südafrika steht an einem wichtigen politischen und ökonomischen Wendepunkt“, kommentierte Oliver Bell, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter T. Rowe Price. „Nach dem Rücktritt von Jacob Zuma glauben wir, dass Südafrika unter der Führung von Ramaphosa, dem jüngst gewählten Vorsitzenden des Afrikanischen Nationalkongress (ANC) und jetzt kommenden Präsidenten, wahrscheinlich eine bedeutende Schicksalswende erleben wird“.

Vertrauensbildende Maßnahmen notwendig

Nach Ansicht von Fondsmanager Bell ist nach den Gerüchten um Korruption und Vetternwirtschaft der Kampf gegen diese Machenschaften absolut notwendig, um das Vertrauen im Land dort wiederherzustellen, „wo es in den vergangenen Jahren untergraben worden ist“. Zumas Rücktritt sei ein Zeichen dafür, wie ernsthaft das Land dies in Angriff nehmen möchte, formuliert es Bell. Die politischen Querelen treffen Südafrika zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Südafrika ist der am meisten entwickelte Staat des Kontinents, doch die große Kluft zwischen Arm und Reich, eine offizielle Arbeitslosenquote von an die 30 Prozent und zahlreiche Korruptionsenthüllungen sorgen für Missmut in der Bevölkerung und wirtschaftliche Lähmung. Die Überwindung der politischen Krise könnte nun ein Katalysator für eine Trendwende sein: „Die Regierung muss sich zu einer fiskalischen Konsolidierung bekennen“, ist Bell überzeugt. „Das könnte zur Folge haben, dass sich die Ratingverschlechterung durch Moody’s verzögert. Dies könnte zu Zinssenkungen durch die unabhängige Zentralbank führen und den positiven Erfolgszyklus stärken“.

Positive Überraschungen möglich

T. Rowe Price-Manager Bell, der den Middle East & Africa Equity Fund erfolgreich aktiv managt, ist der Ansicht, dass die kommenden makroökonomischen Zahlen positiv überraschen werden – „hauptsächlich wegen eines unterschätzten Nachholbedarfs und einer Wiederherstellung von Vertrauen“. Nötig seien aber strukturelle Reformen der neuen Regierung, schränkt der Afrika-Kenner ein. Neben aktiven Fonds werden Anleger, die in der Aufbruchsstimmung in Südafrika Investmentchancen für sich erkennen, auch im ETF-Bereich fündig. Beispielsweise bildet der LYXOR SOUTH AFRICA (FTSE JSE TOP 40) UCITS ETF (WKN: LYX0BY) die Performance der 40 größten an der Johannesburg Stock Exchange (JSE) gelisteten Aktien direkt ab. Der dem ETF zugrundeliegende Index wird nach der Free Float adjustierten Marktkapitalisierung gewichtet und vom Indexanbieter FTSE berechnet. Neben südafrikanischen beinhaltet der Index auch britische, schweizerische und australische Titel – vor allem aus dem Rohstoff- und Finanzbereich, – die im Land einen operativen Schwerpunkt innehaben. Im laufenden Jahr legte der ETF um knapp zwei Prozent zu, die Kosten belaufen sich auf jährlich 0,65 Prozent.

Lyxor South Africa (FTSE JSE TOP 40) UCITS ETF

WKN: LYX0BY ISIN: FR0010464446
Kurs

30,67 €

Kosten (TER) 0,65 %
Fondsvolumen 20,46 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +1,40 %
Lfd. Jahr -18,76 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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