Start ETFs im Fokus Spekulanten blicken nach Athen

Spekulanten blicken nach Athen

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Es sind Tage der Entscheidung für Griechenland. Hartgesottene merken sich einen Hellas-ETF vor.

Die Verhandlungen rund um die Rettung Griechenlands sind auf der Zielgeraden. Selbst auf den Sondergipfel am Sonntag folgen noch nationale Debatten und Abstimmungen. Es bleibt rund um Griechenland daher weiterhin spannend. Obwohl Griechenland inzwischen beinahe als Synonym für ein marodes Staatswesen und eine fehlgeleitete Volkswirtschaft steht, sind in einem Griechenland-ETF von Lyxor doch mehr als 200 Millionen Euro investiert. Die Idee der Spekulanten: Ein neuerliches Rettungspaket und womöglich gar ein Schuldenschnitt oder eine Schuldenstreckung könnten griechische Aktien beleben.

Hohe Volatilität am griechischen Aktienmarkt erwartet

Ähnliche Spekulationen waren in der Vergangenheit immer wieder von Erfolg gekrönt: Insbesondere Indizes, die am Boden liegen, gelingt nach einer Zeit der Befreiungsschlag. Dies passiert oft sogar unabhängig davon, ob es fundamental wirklich gute Nachrichten gibt. Der Hintergrund liegt in der Natur der Börse: Einerseits nimmt die Börse Entwicklungen vorweg und andererseits neigt sie zu Übertreibungen. Der griechische Athex liegt seit langer Zeit am Boden – für Spekulanten kann das eine solide Ausgangsposition sein. Viele Anleger denken sich offenbar, dass es für griechische Aktien nicht mehr schlimmer kommen könne. Nichtsdestotrotz sind Investments in griechische Aktien ein waghalsiges Investment und nichts für schwache Nerven. Wer allerdings dennoch investiert, kann von der erhöhten Volatilität in Athen profitieren.

Großer Anteil von Bankwerten treibt den Adrenalinspiegel

Der Lyxor UCITS ETF (FCP) FTSE Athex Large Cap (WKN: LYX0BF) bildet die 25 größten griechischen Aktientitel ab. Größte Position im Index sind Finanzdienstleistungen mit einem Anteil von 29 Prozent, gefolgt von Verbrauchsgütern (24,8%) und Dienstleistern im Verbraucher-Bereich (13,93%) Insbesondere die drohende Zahlungsunfähigkeit griechischer Banken spricht dafür, dass der Hellas-ETF ein gewagtes Investment ist und nur für hartgesottene Spekulanten in Frage kommt. Kurzfristig ausgerichtete Anleger dürfte auch die Gesamtkostenquote, die mit 0,45 Prozent jährlich zu Buche schlägt, kaum interessieren. Im laufenden Jahr brachte der ETF einen Verlust von 8,3 Prozent ein.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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