Starke Produktnamen

Manche Produkte haben Kunden, die bleiben ein Leben lang treu. Der Grund dafür liegt meist in starken Marken. Ein interessanter Investment-Ansatz.

Starke Marken umgibt eine gewisse Aura. Produkte von Apple, Gillette oder Coca-Cola verkaufen sich fast von selbst. Grund dafür ist die Bindung, die Kunden zu starken Marken entwickeln. Wer gerne Coca-Cola trinkt, wird in den seltensten Fällen zu Pepsi greifen. Manchmal geht die Marken-Treue sogar so weit, dass wir statt der Pepsi, die rational gesehen sicherlich die beste Alternative zu Coca-Cola darstellt, lieber ein ganz anderes Getränk kaufen. Ähnliche Beispiele gibt es bei starken Marken aus der Elektroindustrie, bei Lebensmitteln oder Autos.

Studie zeigt, wie wichtig Marken sind

Eine Studie von Price-Waterhouse-Coopers hat 2012 ergeben, dass 91 Prozent der Unternehmen eine starke Marke als eine wichtige Einflussgröße für den Erfolg eines Unternehmens sehen. Die Hälfte der befragten Manager gehen sogar so weit, dass Marken die Hälfte des Unternehmenswerts ausmachen. Was zunächst hoch gegriffen klingt, wird plausibel, wenn wir uns vor Augen halten, dass starke Marken kontinuierlich Kunden an ein Unternehmen binden und Neukunden anlocken.

Starke Marken im ETF

Auch Anleger können sich die Wirkung starker Marken zunutze machen und gezielt in Unternehmen investieren, die von starken Marken repräsentiert werden. Die Auswahl ist groß: L’Oreal, Coca-Cola, Harley-Davidson, BMW, Nestlé oder aber Apple und Samsung. Um Risiken bei einzelnen Unternehmen auszuschalten, bietet es sich an, starke Marken im Paket zu kaufen. Der iShares DJ Global Titans 50 (DE) (WKN: 628938) hat einige der stärksten Marken im Portfolio. Im laufenden Jahr erwirtschaftete der Index eine Rendite von zehn Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,51 Prozent.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.