Start ETFs im Fokus Starker Yen, schwacher Nikkei

Starker Yen, schwacher Nikkei

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Japan

Japans Währung hat jüngst in Relation zum US-Dollar deutlich aufgewertet. Dies ist negativ für die Exportwirtschaft im „Land der aufgehenden Sonne“.

Mit ETFs auf den Nikkei konnten Anleger in diesem Jahr stattliche Gewinne erzielen. Doch nun dürfte die Party am japanischen Aktienmarkt vorbei sein. Darauf deutet vor allem die jüngste Aufwertung des Yen hin. Die japanische Währung kletterte zuletzt im Vergleich zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit Ende Juni. Darunter leiden japanische Konzerne, die einen großen Teil ihrer Erlöse mit dem Exportgeschäft erwirtschaften. Dazu zählen beispielsweise die Automobilhersteller Toyota und Honda.

Japans Staatsverschuldung wird weiter steigen

Zuletzt ist der Nikkei um vier Prozent auf 13.824,94 Punkte gefallen (Stand: 07.08.2013). Im Rahmen dieser Korrektur ist er unter die aktuell bei 13.945 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie abgetaucht, was unter charttechnischen Aspekten negativ zu werten ist. Schon alleine deshalb sollten Anleger keinen Nikkei-ETF ordern. Hinzu kommt, dass die japanische Regierung ein riskantes Experiment wagt, indem sie ihre Ausgaben deutlich erhöht, obwohl die Staatsverschuldung mit 225 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bereits ein besorgniserregendes Niveau erreicht hat. Analysten des Internationalen Währungsfonds gehen übrigens davon aus, dass Japans Schuldenberg im kommenden Jahr auf 248 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen wird.

Derzeit nicht einsteigen!

Des Weiteren wird es Regierungschef Shinzō Abe eventuell nicht gelingen, Japan mithilfe von Reformen zurück in die Erfolgsspur zu führen. Alles in allem überwiegen bei japanischen Aktien zurzeit die Risiken. Deshalb sollten Anleger einen von ComStage aufgelegten Nikkei-ETF (WKN: ETF020) lediglich auf ihre Beobachtungsliste setzen. Sollte der japanische Leitindex unter 13.000 Punkte fallen, würde es sich anbieten, mit diesem synthetisch replizierenden ETF auf eine Gegenbewegung zu spekulieren. Die Gesamtkostenquote dieses Finanzprodukts beträgt 0,45 Prozent.

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