Werden Hightech-Werte in Zukunft wieder durchstarten?
Werden Hightech-Werte in Zukunft wieder durchstarten?

US-Technologietitel sind zur Belastung der weltweiten Börsen geworden. Nach ihrer langen Hausse folgte zuletzt ein jäher Absturz. Wir wollen dennoch eine Lanze für den Sektor brechen.

FAANG – das klang vor noch nicht allzu ferner Zeit noch als Verlockung, als Verheißung ungetrübter, risikoarmer und ewig währender Börsengewinne. Im Hoch in diesem Jahr waren die Aktien von Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google an der Börse 3,8 Bio US-Dollar wert. Nicht wenige Analysten erwarteten eine lang anhaltende Hausse. Doch der Absturz kam jäh und verlief unschön: Heute zahlen Investoren für die gleichen Aktien nur noch 2,8 Bio. Dollar. Die Verluste von 1 Bio. US-Dollar binnen Wochen wirft einen Schatten auf den gesamten Tech-Sektor, der noch vor kurzem als die Zukunftsbranche schlechthin gehypt wurde. Anfang September erreichte beispielsweise Amazon ein Rekordhoch von 2.050 Dollar. Damit wurde die Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von rund 100 bewertet. Anleger mussten also für einen Dollar Gewinn und etwaige Gewinnerwartungen an der Börse den hundertfachen Preis auf den Tisch legen. Dass dieses Missverhältnis irgendwann zu Verwerfungen führt, liegt auf der Hand. Die Technologiebranche stößt ihre Grenzen, das globale Wirtschaftswachstum flaut ab, außerdem erhöht die Fed weiter tapfer ihre Zinsen: die Korrektur war überfällig!

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Droht nun ein bodenloser Absturz der Aktien der Tech-Branche oder können die Unternehmen nach einer Verschnaufpause zu ihren alten Glanzzeiten zurückkehren? Die Experten von GAM Investments ermutigen Investoren dazu, das Marktverhalten der letzten großen Korrektur während der globalen Finanzkrise von 2008 und 2009 genau zu analysieren, um aus den Erkenntnissen abzuleiten, wie es sich dieses Mal entwickeln könnte. Die Entwicklung damals führender Technologietitel wie Salesforce in den Jahren 2007 und 2008 könnte Aufschluss geben, schreibt Mark Hawtin, Investment Director bei GAM Investments, in einem aktuellen Marktkommentar. Salesforce sei zu jener Zeit das einzige Unternehmen für Software as a Service (SaaS) gewesen. Die Umsatzprognosen für das Jahr 2009 seien während der schweren wirtschaftlichen Turbulenzen um zehn Prozent nach unten korrigiert worden. Die Aktien hätten Ende 2008 noch vor dem Markt die Talsohle erreicht und sich anschließend kräftig erholt. „Der Kurs der Aktie hat sich von seinem Tiefststand 2008 bis Ende Oktober 2018 vervierundzwanzigfacht“, erläutert Hawtin.

 Ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen

Der Experte ist sich sicher: Es wird immer starke Unternehmen geben, die in der Lage sind, einen großen Markt für ihre Produkte und Dienstleistungen zu schaffen. „Anleger sollten eine Verkaufswelle am breiteren Markt, die zu hohen Kursverlusten für Technologieaktien führen, als attraktive Möglichkeit ansehen, ein größeres Stück vom Kuchen abzubekommen“, so Hawtin. So biete der jüngste Abschwung die Chance, sich in die Branche zu attraktiven Kursen einzukaufen, da die Korrektur sehr viel breiter ausgefallen sei als die Anfang dieses Jahres. Der iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF (WKN: A142N1) bündelt US-Unternehmen aus dem Informationstechnologiesektor. Unter den Top-Positionen finden sich Größen wie Apple, Microsoft, Visa, Intel oder Cisco. Der Fonds gewann in diesem Jahr trotz der jüngsten Korrektur um gut acht Prozent an Wert. Die Verwaltungsgebühren liegen bei 0,15 Prozent im Jahr.

iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF

WKN: A142N1 ISIN: IE00B3WJKG14
Kurs

7,16 €

Kosten (TER) 0,15 %
Fondsvolumen 1.093,33 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -6,48 %
Lfd. Jahr +10,31 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden USA. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs).

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