Nach Ansicht von Experten sollten Anleger nach der Wahl in Deutschland solche Sektoren in den Blick nehmen, die unabhängig von künftigen Regierungskoalitionen Potenzial aufweisen.

Die Wahl zum Deutschen Bundestag lässt einige Fragen offen. Die Demoskopen lagen im Vorfeld zwar nicht ganz daneben, dennoch gibt es nach der Wahl einige überraschte Gesichter. Die CDU/CSU ist mit herben Verlusten deutlicher Wahlverlierer und die SPD will den Weg in die Opposition gehen. Trotz ihrer Wahlschlappe darf sich Kanzlerin Angela Merkel berufen fühlen, die Regierung weitere vier Jahre anzuführen. Doch sie muss mit verstärktem Gegenwind rechnen. Die Parteienlandschaft ist zersplittert, die Regierungsbildung könnte sich hinziehen. Der Rückzug der SPD aus der Regierungsverantwortung bedeutet, dass Merkel im Grunde nur die Option verbleibt, mit den zwei kleineren Parteien FDP und Grüne eine Koalition zu bilden. Doch dieses Szenario steht wegen der stark divergierenden Parteiprogrammen auf wackeligen Füßen. „Deutschland ist dabei, den wichtigen Standortfaktor „politische Stabilität“ zu verlieren und begibt sich in Richtung „italienische Verhältnisse“, inkl. wechselnde Mehrheiten, politische Fragilität und häufige Neuwahlen“, befürchtet Börsenexperte Henrik Voigt. „Soweit ist es noch nicht, aber die Richtung ist eindeutig“.

Märkte mögen keine Instabilität

Die Wochen und Monate der Sondierungsgespräche zwischen den möglichen Koalitionspartnern Union, FDP und den Grünen könnten sich wie Mehltau über das Land legen und auch die Börsenkurse belasten. Zwar haben politische Börsen bekanntlich kurze Beine, doch für Anleger ist eine stabile Regierung und ihre Zusammensetzung nicht zuletzt im Hinblick auf ihre Portfolio-Positionen wichtig. Nach Ansicht von Experten sollten Anleger in dieser Situation auf bestimmte Sektoren ein Auge werfen, die unabhängig von künftigen Regierungskoalitionen Potenzial aufweisen. Groß auf ihre Fahnen geschrieben haben sich die Parteien im Wahlkampf den Themenkomplex der Digitalisierung. GAM-Fondsexperten Oliver Maslowski sieht den Sektor stark im Kommen. In Deutschland solle die Breitbandversorgung ausgebaut werden. „Fast alle Parteien sind sich einig, dass schnelles Internet Chancen im Bereich Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Industrie bietet“. Die Telekommunikationsbranche stelle dabei den Motor der Digitalisierung dar.

Sektor Telekommunikation: Motor der Digitalisierung

GAM-Fondsmanager Maslowski setzt gezielt auf Unternehmen mit einer klaren Digitalisierungsstrategie. Neben aktivem Stock-Picking bietet sich für taktisch geprägte Anleger die Möglichkeit, sich diversifiziert im gesamten Telekommunikationssektor zu engagieren.

Lyxor STOXX Europe 600 Telecommunications UCITS ETF

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Der LYXOR STOXX EUROPE 600 TELECOMMUNICATIONS UCITS ETF (WKN: LYX0A1) bildet Unternehmen des europäischen Telekommunikations-Sektors aus dem sektorübergreifenden STOXX Europe 600 Index eins zu eins ab. In diesem Jahr performte der ETF leicht positiv, die Kosten liegen bei niedrigen 0,30 Prozent im Jahr.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.